Mittwoch, 18. Oktober 2017
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Peter M. Wiedemann und Frank Claus

Die Energiewende braucht den Stromnetzausbau, der jedoch der Entwicklung hinterherhinkt. Gründe sind Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung und damit verbundene langwierige Genehmigungsverfahren. Der Erdkabelvorrang im Energieleitungsausbaugesetz soll mehr Zustimmung bei den Bürgern schaffen. Funktioniert das? In einer experimentellen Studie wurde untersucht, ob sich Informationen zu Kosten, Vor- und Nachteilen von Erdkabeln auf die Präferenz für Erdkabel gegenüber Freileitungen, die Akzeptanz von Erdkabeln in der eigenen Nachbarschaft und auf die Risikobewertung von Erdkabeln auswirken. Das Ergebnis: Die große Mehrheit der Befragten (>80 %) bevorzugt Erdkabel gegenüber Freileitungen. Diese Präferenz ist stabil. Das bedeutet aber nicht, das Erdkabel in unmittelbarer Nähe zur eigenen Wohnung akzeptiert werden.

Carsten Herbes, Christian Friege, Davide Baldo und Kai-Markus Müller

Die staatliche Förderung erneuerbarer Energien geht zurück. Grünstromproduzenten müssen deshalb mehr für eine erfolgreiche Vermarktung ihres Produktes an die Konsumenten tun. Die Preissetzung ist dabei ein wichtiges Entscheidungskriterium. Die Ermittlung der Zahlungsbereitschaft der Konsumenten ist jedoch schwierig und von vielen Verzerrungseffekten, u. a. strategischem Verhalten, geprägt. Neurowissenschaftliche Methoden können helfen, verlässlichere Ergebnisse zu erzielen und damit die Grundlage für eine erfolgreiche Preispolitik zu schaffen.

Entwicklung der CO2-Emissionen in Deutschland im Jahr 2015: Ein weiterer Dämpfer für die Zielerreichung 2020

Hans-Joachim Ziesing

Im Jahr 2015 sind die gesamten CO2-Emissionen in Deutschland leicht gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren sie um etwa 0,6 % (5 Mio. t) höher. Umgekehrt sind sie temperaturbereinigt um 0,7 % (5 Mio. t) gesunken. Die Emissionen aller Treibhausgase dürften 2015 um rund 0,8 % (7 Mio. t) zugenommen bzw. temperaturbereinigt um 0,3 % (3 Mio. t) abgenommen haben. Auch gemessen an den temperaturbereinigten Werten wird der bis 2020 angestrebte Zielpfad deutlich verfehlt. Dazu hätten die Treibhausgasemissionen im Jahr 2015 mindestens um rund 3 % sinken müssen. Der klimaschutzpolitische Handlungsbedarf ist damit eher noch dringlicher geworden.

Andreas Beyer

Der Klimagipfel in Paris war ein diplomatischer Erfolg. Auch die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, die Volksrepublik China und die Vereinigten Staaten, stellen ihre Energiepolitik um: Obamas Clean Power Plan ist seit August 2015 beschlossen und sieht eine massive Reduktion von Emissionen vor. Die Volksrepublik investiert ebenfalls schon lange massiv in erneuerbare Energieträger. Ist das Klimaproblem damit gelöst? Wohl kaum: Ein genauer Blick darauf, wie Energieinfrastruktur in der Volksrepublik in politische und wirtschaftliche Institutionen eingebettet ist, stimmt eher skeptisch.

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