Mittwoch, 16. August 2017
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Erik Gawel und Alexandra Purkus

„Akteursvielfalt“ wird weithin als ein wichtiges und positives Merkmal der deutschen Energiewende hervorgehoben, das bei der Umstellung der Förderung erneuerbarer Energien auf Ausschreibungen erhalten bleiben soll. In der wertgeladenen Debatte um Akteursvielfalt wird ihre Vorzugswürdigkeit allerdings oftmals als von vornherein gesetzt betrachtet, ohne genau zu definieren, was Vielfalt der Akteure eigentlich exakt darstellen soll, oder darzulegen, worin ihr Mehrwert genau besteht. Der Beitrag diskutiert, was unter „Akteursvielfalt“ zu verstehen ist, und fragt vermittels einer ökonomischen Einordnung, ob und inwieweit ihr ein relevanter Eigenwert zukommen kann. Zudem wird erörtert, ob sich ein staatlicher Handlungsbedarf zur Förderung von Akteursvielfalt oder bestimmten Akteurstypen ableiten lässt.

Anika Regett und Nikolas Köppel

Unter Kreislaufwirtschaft wird ein wirtschaftliches System mit geschlossenen Stoffkreisläufen verstanden. Bezogen auf die Energiewirtschaft bedeutet dies in erster Linie die Bereitstellung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Ein erneuerbares Energiesystem geht jedoch wiederum mit einem Bedarf an möglicherweise kritischen Rohstoffen einher. Daher stellt sich weiterführend die Frage, inwiefern durch zirkuläre Ansätze der Kreislaufwirtschaft die Rohstoffkritikalität von Energietechnologien gesenkt werden kann. Neben Potenzialen zur Ressourcenschonung kann der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zudem mit wirtschaftlichen Potenzialen, z. B. Kostensenkungen oder neuen Geschäftsmodellen, einhergehen. Zur Identifikation der Potenziale einer solchen „zirkulären Energiewirtschaft“ bedarf es daher einer systematischen Identifikation und Bewertung möglicher Synergien zwischen Kreislauf- und Energiewirtschaft. Die Seltene Erde Neodym (Nd), die in Permanentmagneten von Windenergieanlagen (WEA) eingesetzt wird, dient als Beispiel, um ein mögliches Vorgehen aufzuzeigen und potenzielle zirkuläre Ansätze zu diskutieren.

Risikomessung für den Waren- und Rohstoffhandel am Beispiel des globalen Kohlehandels

Frank Lehrbass

Bedingt durch die Erosion alter Geschäftsmodelle wenden sich Energieversorgungsunternehmen neuen Betätigungsfeldern zu. Die Aufnahme oder der Ausbau von Handelsaktivitäten spielen dabei eine prominente Rolle. Dies erfordert die Implementierung von Risikomessmethoden, um den erwirtschafteten Ertrag in ein Verhältnis zum gebundenen Risikokapital setzen zu können. Doch welche der vielen möglichen Methoden sind am geeignetsten? Etablierte Verfahren der Risikomessung im globalen Kohlehandel werden im vorliegenden Artikel beispielhaft vorgestellt, verglichen und in Bezug zur Industriepraxis gesetzt.

Jürgen Kühling, Carolin Klein und Claudia Busch

Das Erzeugungsmanagement bietet nur begrenzt Möglichkeiten, die Versorgungssicherheit der Stromversorgung in Zeiten zunehmend volatiler Einspeisung erneuerbarer Energien zu gewährleisten. Attraktiv erscheint daher der Rückgriff auf eine Flexibilisierung der Stromnachfrage bei industriellen Verbrauchern mittels Demand-Side-Management (DSM). Die bisher einzige nationale Regelung, in der DSM-Anforderungen formuliert sind, ist die sog. „Lastabschaltverordnung“ (Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten, AbLaV). Mit ihr gehen mehrere Problematiken einher: So unterfallen der AbLaV nur wenige Stromverbraucher; zudem ist sie nicht die einzige Vermarktungsmöglichkeit abschaltbarer Lasten. Insbesondere ihre mangelnde wettbewerbliche Ausrichtung sowie die fehlende Regelung zuschaltbarer Lasten machen die Novellierung der AbLaV dringend nötig.

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