Montag, 27. März 2017
-   Weitere Themen

Krischan Keitsch, Fabian Scheller, Hendrik Kondziella und Thomas Bruckner

Die Energiewende birgt für Energieversorgungsunternehmen (EVU) eine Reihe von Risiken. Die sich ihnen daraus ergebenden Chancen lassen sich jedoch nur schwer greifen. Insbesondere mit dem Gesetz zur „Digitalisierung der Energiewende“ eröffnen sich interessante Möglichkeiten zur Bewertung innovativer Geschäftsmodelle. Die anfallenden elektrischen Verbrauchsdaten aus Smart Metern können in Verbindung mit bereits im Unternehmen vorhandenen Daten aus der Vertriebsstatistik die Grundlage bilden, welche die Evaluation von neuen Geschäftsmodellen in der Energiewirtschaft möglich macht. Voraussetzung ist jedoch die Klärung der entscheidenden Frage: „Wer sind meine Kunden?“

Ute Zimmermann

Neu ist das Thema nicht: Energieversorgungsunternehmen sind gezwungen, sich alternative Geschäftsfelder zu suchen, für ihre eigene Wertschöpfung andere Wege zu finden und neue Pfade zu beschreiten. Aber was haben EVU ihren Kunden heute eigentlich zu bieten? In welche Richtungen gehen die Überlegungen, wenn es darum geht, neue Märkte zu definieren und zu gewinnen? Wie sehr bewegen sie sich gedanklich „Out of the box“ und vor allem: Wie rechnet sich das alles? Ein Innovationscontrolling ist zur Beantwortung dieser Fragen das Mittel der Wahl.

Herausforderungen bei der Anrechnung von erneuerbarem Strombezug in Klimabilanzen

Dominik Seebach und Christof Timpe

Die Berechnung und Veröffentlichung von Klimabilanzen für Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen hat in den letzten Jahren mehr und mehr an Verbreitung gewonnen. Hierbei wird beim Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien (EE) oftmals ein entsprechend niedriger Emissionsfaktor oder pauschal eine „Null-Emission“ angesetzt. Die Möglichkeit, Klimabilanzen auf diese Weise positiv zu beeinflussen, ist zu einem wichtigen Treiber im europäischen Handel mit EE-Strom geworden. Auf den ersten Blick erscheint es naheliegend, hier eine Null-Emission anzusetzen, die auch in der gesetzlich verpflichtenden Stromkennzeichnung verwendet wird. Eine genauere Analyse zeigt jedoch, dass einfache Ansätze nicht notwendigerweise zu sinnvollen Ergebnissen führen. Im Folgenden wird dargestellt, unter welchen Umständen der freiwillige Ökostrommarkt Ausbauanreize für EE setzen kann und welche Handlungsanreize durch verschiedene methodische Ansätze für die Berücksichtigung von EE-Strom in Klimabilanzen gesetzt werden.

Suche

Anzeige
Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 3/2017
Schwerpunkt: Anreizregulierung
Erdgas-Zukunft: Energieträger statt Energiequelle?
Regulierung: Auswirkungen der Anreizregulierungsnovelle
Recht: Strompreiszonen quo vadis?
mehr...
 
EW Medien und Kongresse GmbH
Montebruchstraße 20 | D-45219 Essen | Telefon: +49 (02054) 9532-0 | Telefax:  +49 (02054) 9532-60

Aktuelles Heft  | Zukunftsfragen  | Topthema  | Weitere Themen  | Termine  | Heftbestellung  | Mediadaten  | Ansprechpartner

Copyright 2012 by ONexpo  |  anmelden  |  Impressum |  AGB