Mittwoch, 29. März 2017
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Das Ziel des deutschen Energiekonzepts, zwischen 2010 und 2020 den Wärmebedarf um 20 % zu senken, ist sehr anspruchsvoll und aus heutiger Sicht nur schwer zu erreichen. Während der Anteil der Erneuerbaren (erste Säule der Energiewende) im Stromsektor steigt, wächst er im Wärme-Gebäudemarkt kaum. Zudem werden Effizienzpotenziale (zweite Säule) nur sehr schleppend erschlossen. Welche Wege gibt es grundsätzlich, und welche Maßnahmen (low hanging fruits) könnte man im Wärme-Gebäudesektor rasch und breit umsetzen? Darüber diskutierte „et“ mit Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Klaus Müller, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), und Thomas Zinnöcker, CEO ista international GmbH, einem der weltweit führenden Dienstleister für mehr Energieeffizienz im Gebäude.

Manfred Fischedick, Stefan Thomas und Michael Kopatz

Staatliche Regulierung ist verpönt. Häufig läuft es dann auf den Appell hinaus: Jeder einzelne Bürger habe es selbst in der Hand. Doch die Alltagsroutinen sind in der Regel mächtiger als das Umweltbewusstsein. Beim Marmor für das Badezimmer spielen Amortisationszeiten keine Rolle. Die solare Warmwasseranlage ist dagegen oftmals „zu teuer“. Gesetzliche Standards hingegen verselbstständigen Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien. Sie machen „Öko zur Routine“. Dieser Artikel beschreibt die Notwendigkeit für das Schaffen neuer Routinen und zeigt wie dies durch Standards, Limits und faire Umsetzungsbedingungen sowie attraktive Alternativangebote zum gegenwärtigen, häufig nicht nachhaltigen Verhalten auch möglich ist.

Auch nach dem Paris-Abkommen ist Klimaschutz kein Selbstläufer

Holger Höfling, Peter Heindl, Daniel Osberghaus und Katrin Sommerfeld

Deutsche Unternehmen haben niedrige Erwartungen an die Wirksamkeit des Paris-Abkommens. Rund 60 % gehen nicht von einer nachhaltigen globalen Reduzierung von Treibhausgasemissionen als Folge der UN-Klimakonferenz aus. Auch Auswirkungen auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung oder auf Standortentscheidungen erwartet die Mehrheit der befragten Unternehmen nicht. Dies geht aus dem neuen KfW/ZEW-CO2-Barometer 2016 hervor.

Thomas Isenburg

Es war das Umfeld des Club of Rome in seiner Bemühung um eine nachhaltige Zukunft der Menschheit, das die Desertec-Vision entwickelte. In den Jahren 2004 bis 2009 gingen Wissenschaftler um den Physiker Gerhard Kniest der Idee nach, mithilfe gigantischer Solarkraftwerke in den von der Sonne durchfluteten Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens den elektrischen Strom für Europa produzieren. Im Gegenzug sollte Geld in die leeren Kassen Nordafrikas für dortige Entwicklungen gespült werden. Auch wenn das Projekt nicht geradlinig verlaufen ist, zeigen sich erste Erfolge. Begleitet wird die weitere Entwicklung von Erkenntnissen um steigende CO2-Emissionen und Strategien zur Vermeidung des drohenden Klimawandels.

Regelenergievermarktung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

Mathies Schiffers und Hans-Josef Allelein

Im Rahmen der Energiewende sollte ein besonderes Augenmerk auf die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung – KWK) gelegt werden, da diese sowohl aus ökonomischer, ökologischer als auch aus technischer Sicht eine bedeutende Rolle einnehmen kann. Um die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen zu steigern und damit auch deren Ausbau zu fördern, kann die zusätzliche Vermarktung der Anlagen am Regelenergiemarkt ein mögliches Instrument darstellen. Der folgende Beitrag analysiert die Erlöspotenziale für KWK-Anlagen durch die Teilnahme am Regelenergiemarkt anhand eines fiktiven Portfolios. Zudem wird der Mehrwert durch zusätzliche Systemkomponenten untersucht.

Hans-Jochen Luhmann

Das BMUB bereitet eine Novellierung der energieökonomischen Gebäuderichtlinie (EnEV) in Deutschland vor, EnEG/EnEV und EEWärmeG sollen zusammengeführt werden. Hintergrund ist ein Auftrag aus der Europäischen Gebäuderichtlinie. Danach muss ab 2021 das (Fast-)Null-Energie-Gebäude der Standard (bei Neubauten) sein – für Gebäude der Öffentlichen Hand gilt das bereits ab 2019. Also muss definiert werden, was ein „Null-Energie-Gebäude“ sein und was dabei „Energie“ heißen soll. Gesetzt ist, dass „Energie“ als „Primärenergie“ verstanden werden soll. Die im Gebäude anfallende Energie muss dazu umgerechnet werden in ihr Äquivalent im System – dies hat der Primärenergiefaktor zu leisten. Es hört sich technisch und unpolitisch an, doch das täuscht. Entschieden wird nämlich über das Gebäudeideal in diesem Lande.

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