Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Clemens van Dinther, Bernhard Fey, Sven Renelt, Jens Strüker, Christoph Flath, Orestis Terzidis und Peter Bretschneider

Mit der Energiewende hat die Bundesregierung den Umbau der Energieversorgung begonnen. Da das Gelingen der Energiewende für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschlands essenziell ist, wurden seitens des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) bereits 2013 Impulse für eine smarte Energiewende veröffentlicht, in denen fünf Prinzipien abgeleitet werden, die einen Rahmen für den Diskurs über die zu ergreifenden Maßnahmen setzen. erneuerbare Energien werden in den kommenden Jahren die dominierende Stromquelle darstellen. Daraus entstehen neue Herausforderungen. Zu deren Bewältigung hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) kürzlich eine 10-Punkte-Agenda (ZPA) für die zentralen Vorhaben der Energiewende vorgelegt. Zu diskutieren ist, inwieweit sie im Einklang mit den fünf Prinzipien des BDI steht und an welchen Stellen Anpassungen notwendig werden, damit der Umbau des Energiesystems erfolgreich gelingen kann.

Der geplante Wandel ist gewaltig. Von einem Energieträgermix zur Stromerzeugung in der EU mit 44 % fossilem, 27 % nuklearem und 29 % erneuerbarem Anteil im Jahre 2015 soll nach der EU Roadmap 2050 ein nahezu CO2-freier Strommix angestrebt werden. Wie kann das klappen und wie sind die Weichen aus Sicht der Strombranche zu stellen? „et“ sprach mit dem neuen Generalsekretär von EURELECTRIC in Brüssel, Kristian Ruby, über seine Ziele für den Verband und die Schwerpunkte auf dem Weg in eine nachhaltige Energiezukunft in Europa.

Zukunft der Gaswirtschaft – Energieträger statt Energiequelle?

David Bothe, Matthias Janssen und Christoph Riechmann

Lange wurde Gas aufgrund des relativ geringen CO2-Gehalts als ideale Brückentechnologie für die Energiewende gehandelt. Mit zunehmender Dekarbonisierung der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien und der damit verbundenen politischen Vision einer weitreichenden Elektrifizierung von Energieanwendungen insbesondere im Wärmesektor droht die Gaswirtschaft allerdings von den Erneuerbaren überholt zu werden. Das schafft zunehmende Unsicherheit für Geschäftsmodelle und Investitionen im Gassektor selbst, aber auch potenziell hohe gesamtwirtschaftliche Kosten der Energiewende. Es lässt sich zeigen, dass eine solche Entwicklung nicht unabwendbar ist, wenn es der Gaswirtschaft gelingt, die vorhandenen Möglichkeiten clever zu nutzen. Dabei spielt der fortgesetzte Gebrauch der bereits vorhandenen Gasinfrastruktur die zentrale Rolle. Zur Nutzung der Chancen ist aber ein Paradigmenwechsel in Politik, Regulierung und Gaswirtschaft notwendig, dessen Eckpunkte in diesem Artikel entwickelt werden.

David Heinze und Alexander Maier

Seit 2017 wird die Förderhöhe für Strom aus Windenergie-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen im Regelfall nicht mehr gesetzlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungsverfahren wettbewerblich ermittelt. Ausschreibungen verschärfen den Kostendruck und stellen neue Anforderungen an Projektentwickler und Investoren. Ausschlaggebend für ein erfolgreiches Gebot sind der richtige Zeitpunkt zur Gebotsabgabe sowie die optimale Gebotsstrategie. Wesentliche Einflussfaktoren sind erforderliche Vorabinvestitionen, die Gesamtkosten des Projektes, dessen Realisierungswahrscheinlichkeit, die Bieterdynamik sowie das Volumen der aktuellen und zukünftigen Ausschreibungen.

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