Donnerstag, 29. Juni 2017
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EEG-Ausschreibungen aus Sicht des Bieters

David Heinze und Alexander Maier

Seit 2017 wird die Förderhöhe für Strom aus Windenergie-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen im Regelfall nicht mehr gesetzlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungsverfahren wettbewerblich ermittelt. Ausschreibungen verschärfen den Kostendruck und stellen neue Anforderungen an Projektentwickler und Investoren. Ausschlaggebend für ein erfolgreiches Gebot sind der richtige Zeitpunkt zur Gebotsabgabe sowie die optimale Gebotsstrategie. Wesentliche Einflussfaktoren sind erforderliche Vorabinvestitionen, die Gesamtkosten des Projektes, dessen Realisierungswahrscheinlichkeit, die Bieterdynamik sowie das Volumen der aktuellen und zukünftigen Ausschreibungen.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 (EEG 2017) läutet einen Paradigmenwechsel bei der Förderung erneuerbarer Energien (EE) in Deutschland ein: Nun wird die Förderhöhe für EE-Strom im Regelfall nicht mehr gesetzlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungsverfahren wettbewerblich ermittelt. Auf diese Weise möchte der Gesetzgeber den Ausbau erneuerbarer Energien „stetig, kosteneffizient und netzverträglich“ vorantreiben und so den Anteil des EE-Stroms bis zum Jahr 2025 auf 40 % bis 45 % steigern.

Die Erfahrung aus den bisherigen sechs Ausschreibungsrunden für Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PV-Pilotphase) zeigt, dass die Teilnehmer zunächst mit hohem Wettbewerb und fallenden Fördersätzen rechnen müssen. Wir gehen davon aus, dass die Umstellung auf Ausschreibungen auch bei Windenergie- und Biomasseanlagen den Druck auf die erzielbaren Renditen erhöhen wird. Darüber hinaus konnte bei den bisherigen Ausschreibungen suboptimales Bieterverhalten und vor allem in den ersten Runden eine hohe Ausschlussquote aufgrund von Formfehlern beobachtet werden. Diese Faktoren erhöhen das Investitionsrisiko für Projekte, die in das Ausschreibungsverfahren gehen müssen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 3/2017

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