Donnerstag, 21. Juni 2018
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Wege zur regenerativen Stromversorgung

Franz Trieb und Denis Hess

Ausgehend vom heutigen Status Quo mit gut 30 % regenerativem Energieanteil (RE) im deutschen Stromsektor sind grundsätzlich zwei Strategien denkbar, um in einigen Jahrzehnten zu einer beinahe vollständig regenerativen Versorgung zu gelangen. Die erste Strategie setzt vorrangig auf den Ausbau variabler Erzeugung mit Windkraft und Photovoltaik und deren Ergänzung durch innovative Speichertechnologien, verstärkten Ausbau der Stromnetze und weiterer Flexibilisierungsmaßnahmen sowie konventionelle Backup-Kraftwerke auf der Basis von Erdgas und Kohle. Deutlich seltener wird die Strategie eines gleichmäßigen, abgestimmten Ausbaus sowohl variabler regenerativer Quellen als auch dargebotsunabhängiger regenerativer Quellen wie Wasserkraft, Biomasse, Geothermie und thermische Solarkraftwerke untersucht. Mit ihr gehen deutliche Vorteile einher, wie eine Modellanalyse zeigt.

Die erste Strategie wird heute am häufigsten diskutiert. Dabei trägt sie nicht unerheblich zur Polarisierung der Sichtweisen von Befürwortern konventioneller und erneuerbarer Energien bei. Die einen behaupten mit Fug und Recht, dass kein Weg an einem massiven Ausbau regenerativer Energien vorbeiführt. Die anderen beanstanden mit gleicher Berechtigung, dass die durch die Nutzung fossiler Brennstoffe erreichbare Versorgungssicherheit nicht aufgegeben werden darf. Im Folgenden wird gezeigt, dass der zweite Pfad bei gleichbleibender Versorgungssicherheit zu einem deutlich geringeren Aufwand für die Stromproduktion und Speicherung, für den Netzausbau und die konventionelle Kraftwerksleistung und damit zu weniger Kontroverse und mehr Akzeptanz führen kann.

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