Sonntag, 24. September 2017
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Fernando Oster und Georg Erdmann

Die mit der Energiewende eingeleiteten Maßnahmen zur Erreichung ihrer Oberziele, den Ausstieg aus der Kernenergie bei gleichzeitiger Reduktion von Treibhausgasemissionen, gehen einher mit einer tiefen Veränderung der Elektrizitätswirtschaft. Die schon seit einigen Jahren andauernden Verwerfungen auf den Großhandelsmärkten für Elektrizität führen nicht nur zu Investitionszurückhaltung in dargebotsunabhängige Kraftwerksleistung, sondern schlagen sich auch in den Bilanzen konventioneller Kraftwerksbetreiber nieder. Umfangreiche außerplanmäßige Abschreibungen deuten darauf hin, dass die Letztverbraucher momentan nicht die vollen Kosten der Kapazitätsvorhaltung tragen.

Stefanie Degreif

Die stetig steigende Nachfrage nach Rohstoffen stellt die Wirtschaft künftig vor immense Herausforderungen: Wachsende Verkehrsinfrastruktur, stetige Erweiterung der Bausubstanz, steigender Konsum – aber auch die Energiewende sind beispielhafte Treiber. Nicht nur deutschlandweit ist der Rohstoffbedarf hoch. Im globalen Maßstab steigt die Nachfrage nach Rohstoffen wie Bau- und Industriematerialien sowie Metallen. Vor diesem Hintergrund hat das Öko-Institut im Eigenprojekt „Deutschland 2049 – Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Rohstoffwirtschaft“ eine umfassende Strategie für eine langfristige und nachhaltige Rohstoffwirtschaft für Deutschland entwickelt.

Die digitale Transformation: Mehr als ein Technologiewandel!

Gerd Pischetsrieder

Die Digitalisierung durchdringt inzwischen so gut wie jede Branche und jeden Marktbereich. Sie macht auch vor der Energiebranche keinen Halt. Die Unternehmen und der überwiegende Teil der Führungskräfte wissen um die Bedeutung des Themas, das so tief in alle Prozesse eingreift, dass man sich ihm nicht entziehen kann. Die Technik ist dabei zwar häufig der erste Anstoß, der auslösende Impuls, aber eine Beschränkung auf diese kann fatal sein. Zum Beispiel wenn intern zwar eine umfangreiche Digitalisierung durch Experten erfolgt, die Mitarbeiter sich aber neuen Abläufen/Strukturen verweigern, der Betriebsrat nicht mitspielt oder Kunden sich nicht in ihren Bedürfnissen angesprochen finden. Die Gemengelage ist oft hochkomplex. Der Artikel gibt Hinweise auf mögliche Lösungen.

Leonardo Burckhardt und Martin Pehnt

Plug-in-PV-Systeme, auch bekannt als „Balkonkraftwerke“ oder „Guerilla-PV“, sind Photovoltaik-Kleinstanlagen, die in der Regel eine Nennleistung von 200 Wp oder mehr besitzen. Sie sind einfach und „steckerfertig“ zu installieren und bieten damit auch Mieterhaushalten die Möglichkeit, als Prosumer sowohl selbst Strom zu produzieren als auch im Eigenverbrauch zu konsumieren. Plug-in-PV in Deutschland wurde bislang noch nicht wissenschaftlich analysiert. Im Rahmen einer Untersuchung des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) wurde der energetische und wirtschaftliche Nutzen von Plug-in-PV-Modulen abhängig von Standort- und Einsatzbedingungen beurteilt und deren Akzeptanz analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Plug-in-PV-Anlagen einen Eigenversorgungsanteil von 7 % bis zu 45 % erzielen und ab einem Nutzungsanteil des produzierten Stroms von 30 % wirtschaftlich sein können. Die Motive für das Betreiben einer solchen Anlage sind vielfältig und umfassen mehr als rationale Beweggründe. Barrieren sind vor allem die Anschlussbedingungen. Mit den aktuellen Verkaufszahlen ist der energetische Beitrag für das System gering, allerdings können vergleichsweise viele Haushalte erreicht werden.

Zum Begriff der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage – Auslegungsfragen zum KWKG 2017

Michael Lippert

Das Recht der Kraft-Wärme-Kopplung hat bisher mehrere KWK-Anlagen an einem Standort – unter gewissen Voraussetzungen ihrer Verklammerung i. S. von unmittelbar miteinander verbundenen Anlagen, § 7 Abs. 7 KWKG 2016 – als eine KWK-Anlage im Rechtssinne behandelt. Die jüngste legislative Entwicklung in Gestalt des KWKG 2017 sowie des EEG 2017 konfrontiert die Betreiber von mehreren KWK-Anlagen an einem Standort, insbesondere im Falle einer Modernisierung von Bestandsanlagen sowie deren Erweiterung durch Errichtung neuer Anlagen mit neuen rechtlichen Begriffen und Anforderungen, was in der Praxis zu Unsicherheiten führt. Der folgende Beitrag unternimmt es, hierzu rechtliche Lösungshinweise für die Praxis zu entwickeln.

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