Mittwoch, 16. August 2017
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Lutz Mittenzwei, Thomas Gündel, Christian Linke und David Kemnitz

In den letzten Jahren standen der Ausbau von Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien (EE) und der damit verbundene Netzausbau im ländlichen Raum vielfach im Fokus fachlicher Diskussionen. Die Frage nach dem erforderlichen Netzausbau rückt aktuell gerade auch für städtische Verteilnetzbetreiber wieder stärker in den Fokus, da verschiedene absehbare neuartige Entwicklungen wie E-Mobilität und Power-to-Heat-Anwendungen, aber auch klassische Anwendungen im Industriebereich zu einem Anstieg der Anforderungen an die Stromnetze führen. Unabdingbare Grundlage für bedarfsgerechte Netzausbauplanungen sind fundierte Prognosen der Last- und Einspeiseentwicklungen für das betreffende Netzgebiet, wie die vorliegende Untersuchung am Beispiel der Stromnetz Hamburg GmbH (SNH) exemplarisch zeigt.

Julia Kroh, Heiner Lütjen und Carsten Schultz

Die wachsende Wechselbereitschaft der Kunden, die Digitalisierung und die Relevanz erneuerbarer Energien konfrontieren Energieversorger mit gravierenden Veränderungen. Das Wissen um die Weiterentwicklung und Implementierung von Prozess-, Produkt- und Dienstleistungsinnovationen wird zum zentralen Erfolgsfaktor. Die Ergebnisse der internationalen Innovationsmanagement-Studie „innovate! new“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zeigen, dass viele Energieversorger erst am Anfang der Entwicklung einer eigenen Innovationsfähigkeit stehen.

Das Interimsmodell – komplexe Herausforderungen für die Marktteilnehmer

Dominik Keindl und Horst Wolter

Das neue Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) legt insbesondere den Rollout der Smart Meter und die sternförmige Kommunikation über die Smart Meter Gateways fest. Um den Marktteilnehmern ausreichend Zeit für die Umstellung von Prozessen, Datenaustausch und IT-Systemen zu gewähren, ist eine Übergangsfrist bis Ende 2019 vorgesehen. In diesem Zeitraum erfolgt die Abwicklung nach dem sog. Interimsmodell, das insbesondere die Einführung der neuen Markt- und Messlokationen vorsieht. Nachfolgend werden diese neuen Objekte im Detail beleuchtet und die Vorteile einer genauen Differenzierung zwischen Markt- und Messlokation von Beginn an dargestellt.

Michael Berger, Marcel Linnemann, Christoph Nagel, Dirk Höner und Matthias Kellermann

Feinstaubbelastungen in den Innenstädten, Abgasskandale in der Automobilbranche und die Einführung einer Kaufprämie für Elektrofahrzeuge durch die deutsche Bundesregierung fördern die Präsenz des Themas Elektromobilität in der Öffentlichkeit. Dies ermutigt neue Marktakteure, mit neuen Plänen zur Errichtung einer Ladesäuleninfrastruktur und einem zunehmend breiten Angebot von Serviceleitungen rund um die Elektromobilität auf dem Markt zu drängen. Dabei steht vor allem die flächendeckende Versorgung mit Ladesäulen im Fokus der Betrachtungen. Die vorliegende Untersuchung zeigt, welche rechtlichen, regulatorischen und energiewirtschaftlichen Aspekte im Verhältnis zwischen Ladesäulenbetreibern, -nutzern und Stromlieferanten zu beachten sind.

Flexibilität statt Regulierung – Ist die Energiewende festgefahren?

Josef Gochermann

Der Zuwachs an erneuerbaren Energieanlagen stagniert. Ist die Energiewende festgefahren? Wird der Übergang in die neue Energiewelt überreguliert? Neben der Regulation der großen Systeme auf nationaler Ebene braucht die Energiewende mehr Freiraum und Flexibilität auf regionaler und auf individualer Ebene. Der vorliegende Artikel greift die wichtigsten Kritikpunkte in Bezug auf die Energiewende auf und gibt Hinweise zu deren Lösung.

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