Mittwoch, 22. August 2018
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Cornelia Schmidt-Hattenberger

Der von der Menschheit seit der industriellen Revolution verursachte Anteil am Klimawandel rückt durch die breite Diskussion einer umweltschonenden und zuverlässigen Energieversorgung immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Eine wichtige Rolle kommt hier der internationalen Staatengemeinschaft zu, durch verbindliche Energiekonzepte in den kommenden Jahrzenten konsequent Vermeidungs- und Minderungsstrategien für Treibhausgas(THG)-Emission umzusetzen. Der Artikel gibt einen Einblick in den derzeitigen Stand der Forschung zur dauerhaften geologischen Speicherung von Kohlendioxid (CO2)-Emissionen durch die Carbon Dioxide Capture and Storage (CCS)-Technologie. Der Fokus liegt dabei auf ausgewählten internationalen Beispielen und dem nationalen Forschungsprojekt zur CO2-Speicherung am Pilotstandort Ketzin im Bundesland Brandenburg.

„et" -Redaktion

Ende 2017 hat die EU-Kommission eine Plattform für Kohleregionen im Übergang aus der Taufe gehoben. Als Teil ihres 2Saubere Energie“-Paketes soll es Knackpunkte auf dem Weg in eine kohlenstoffärmere Zukunft adressieren. In Deutschland sind vier Bundesländer stark davon betroffen. Eines davon ist Brandenburg. „et“ sprach mit Klaus Freytag, Lausitzbeauftragter des Brandenburgischen Ministerpräsidenten über die Plattform, Strukturwandel und die Folgen.

Welche Klimaziele sind verpflichtend?

„et“-Redaktion

Während in Deutschland erhitzt über die Verfehlung der Klimaziele diskutiert wird, zeigt sich die EU entspannt. Unklarheit herrscht über die Perspektiven bis 2030. Die deutsche Klimapolitik verweigert sich der klaren europäischen Aufteilung zwischen den Emissionen, die dem EU-Emissionshandel (ETS-Bereich) sowie dem Nicht-ETS-Bereich (Haushalte, Verkehr, Gewerbe) zuzurechnen sind und den sich daraus ergebenden nationalen Aufgaben und Pflichten. Einen nicht unwesentlichen Anteil an der unübersichtlichen Situation trägt das Übereinkommen von Paris mit seiner Abkehr von konkreten Minderungszielen und der Einführung der Nationalen Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions – NDC).

„et“-Redaktion

Mit der Einigung auf eine Reform des EU-Emissionshandels haben der Europäische Rat und das Europäische Parlament die Rolle des Emissionshandels als wichtigstes Klimaschutzinstrument für Europa bestätigt und gestärkt. Durch den deutlich schnelleren Abbau der Überschüsse an Emissionsberechtigungen sollen sich ab 2021, mit Beginn der 4. Handelsperiode, knappheitsbedingte Preisanstiege einstellen. Doch es zeigt sich, dass sich die Wirkung der Reform auf die CO2-Preise – allein durch die Erwartungen der Marktteilnehmer – bereits heute entfaltet.

Energieeffizienz und Energieeinsparung: „Politik beginnt mit dem Betrachten der Realität“

Knut Kübler

Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass die Energieverbrauchsvorgabe 2020 verfehlt wird (Bild: Fotolia pict rider)Es gehört zu den Aufgaben eines Staates, dafür zu sorgen, dass Wirtschaft und Verbraucher in ausreichendem Umfang mit Energie versorgt werden. Dass auch zu den staatlichen Aufgaben zählen könnte, auf die Reduzierung eines als zu hoch empfundenen Energieverbrauchs hinzuwirken, ist relativ neu. Im „Energiekonzept 2010“ hat die Bundesregierung angekündigt, den Primärenergieverbrauch bis 2020 um 20 % zu verringern. Die aktuellen Daten weisen darauf hin, dass diese Vorgabe verfehlt wird. Darüber wird wenig gesprochen. Dabei ist das eine der wesentlichen Ursachen, dass die Politik ihr Ziel aufgeben musste, die Treibhausgase bis 2020 um 40 % zu reduzieren. Wenn die Energiepolitik heute beim „Klimaschutz“ ein Glaubwürdigkeitsproblem hat, dann liegt das auch daran, dass die Bundesregierung ihre Versprechungen bei der „Energieeinsparung“ nicht eingehalten hat.

„et“-Redaktion

Prof. Dr. Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und erschöpfbare Ressourcen und Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Foto: ifo)Der Umbau der Energiewirtschaft schreitet weiter voran. Die Klimaschutzziele effektiv und kosteneffizient umzusetzen ist ein Gebot der Stunde sowie Aufgabe der neuen Bundesregierung. Was der Koalitionsvertrag diesbezüglich verspricht und was nicht, wie man bei der Sektorenkopplung weiterkommt, und was als tragbares Fundament des gesamten Transformationsprozesses dienen kann, darüber sprach „et“ mit der Ökonomin Karen Pittel. Nicht zuletzt wurde das Thema Kohleausstieg erörtert.

Suche

Anzeige
Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 6/2018
Schwerpunkt: Erneuerbare Energien
Globale Entwicklung der CCS-Technologie
Weltweiter Ausbau erneuerbarer Energien
Risikoallokation bei Energieversorgungsunternehmen
mehr...
Tipps zur Navigation
Wussten Sie schon, dass Sie in jedem auf der Website vollständig veröffentlichten Artikel zum Fußnotentext springen können, indem sie auf den Fußnotenverweis [1] klicken? Von dort können sie wieder an die alte Position zurückkehren, wenn sie den Rückpfeil ↩ anwählen. Ebenso wird das entsprechende Bild im großen Format aufgerufen, wenn sie auf einen Abbildungsverweis (Abb. X) klicken.

  1. Dies ist der Text der Beispielfußnote. Klicken Sie auf den Pfeil hinter dem Text:  
EW Medien und Kongresse GmbH
Kaiserleistraße 8a | D-63067 Offenbach am Main | Telefon +49 (069) 7104487-0 | Telefax: +49 (069) 7104487-459

Aktuelles Heft  | Zukunftsfragen  | Topthema  | Weitere Themen  | Termine  | Heftbestellung  | Mediadaten  | Ansprechpartner

copyright by Friese Media GmbH 2012  |  anmelden  |  Impressum |  AGB  |  Datenschutz