Mittwoch, 24. Oktober 2018
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Felix Schenuit und Oliver Geden

Im Anschluss an die sog. „Kohlekommission“ dürfte die Debatte über den besten Weg einer rechtlichen Verankerung klimapolitischer Reformen an Fahrt gewinnen. In der Diskussion um ein deutsches Klimaschutzgesetz wird dabei meist der „Climate Change Act“ aus Großbritannien als Vorbild herangezogen. Der Artikel zeigt, dass die Realisierungschancen eines umfassenden und einheitlichen Klimaschutzgesetzes in Deutschland zurzeit gering sind und warum Klimapolitiker wie auch Umweltverbände ein stärkeres Augenmerk auf die EU-Ebene legen sollten.

Foto: Fotolia | Alex 


Michael Nickel

Das Datenmaterial vorliegender Untersuchungen europäischer und deutscher Übertragungsnetzbetreiber zeigt: Ein Abbau konventioneller Kraftwerkskapazitäten in den Nachbarländern dürfte es schwieriger machen, mögliche Kapazitätslücken in Deutschland zu decken. Dies wäre insbesondere bei extremen Kälteperioden der Fall, da hier meist alle Staaten in Mittel- und Westeuropa gleichzeitig betroffen sind.
Energie- und regionalökonomische Konsequenzen der „Kohlekommission“

Kai van de Loo


Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung“ (sog. Kohlekommission) soll einen Plan zum Ausstieg aus der Kohleverstromung entwerfen. Die klimapolitische Begründung ist jedoch fragwürdig und die energie- und die regionalökonomischen Konsequenzen scheinen nicht hinreichend klar zu sein. Im Folgenden werden Fragen zum Auftrag der Kommission erörtert, die bisher in der Öffentlichkeit erstaunlich wenig diskutiert worden sind. Daran knüpft eine nüchterne Erörterung absehbarer energie- und regionalökonomischer Folgen einer politischen Beendigung der Kohleverstromung an.
Foto: hespasoft

„et“-Redaktion

Erneuerbare Energien und Braunkohle sind die einzigen heimischen Energiequellen, die in Deutschland in größerem Umfang genutzt werden. Bei Mineralöl, Erdgas und Steinkohle beträgt der Importanteil derzeit mehr als 90 %. Wichtigster Energielieferant Deutschlands ist Russland.

Die Struktur der Stromerzeugung in der EU bleibt stabil und ausgewogen

„et“-Redaktion

Die Länder der EU haben 2016 rund 30 % ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt, davon knapp die Hälfte aus traditioneller Wasserkraft. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Amtes der EU (Eurostat) hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung gegenüber 2015 nur um 2 % erhöht. Kernenergie, Kohle und Gas blieben damit für rund 70 % (einschließlich Öl und Sonstige) der EU-Stromversorgung verantwortlich, was verdeutlicht, dass ein schneller Verzicht auf konventionelle Energieträger nicht möglich ist.


Harald Schwarz und Klaus Pfeiffer

Die Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien erfordert einen Strategiewechsel. Zukünftig müssen Photovoltaik und Windenergieanlagen mehr Beiträge zum stabilen und sicheren Netzbetrieb leisten. Solange dies nicht gewährleistet ist, bleiben konventionelle Kraftwerke sowohl für die Erzeugung von Wirkleistung wie auch für die Bereitstellung notwendiger Systemdienstleistungen für die Netzbetreiber unverzichtbar.

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