Mittwoch, 13. Dezember 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Ruprecht Brandis

Euro-Stabilisierung und Energiewende sind die Großbaustellen der Politik. Ihre Kostenrisiken sind erheblich, aber beide Projekte können nach wie vor zu einem großen Erfolg werden. Die Energiewende ist im Alleingang konzipiert worden, international ist sie bislang wohl nur vom Anspruch her. Innerhalb der EU wurde sie kaum abgestimmt. Wir wären gut beraten, die Interessen anderer Staaten und Regionen stärker zu berücksichtigen, denn Deutschland ist nicht der Mittelpunkt der Energiewelt, sondern weltweit gesehen eher eine Randfigur. Dies gilt auch für den Klimaschutz, dessen Ziele viel stärker am globalen Kontext ausgerichtet werden sollten. Zehn Haupttrends der weltweiten Energieversorgung machen deutlich, worum es international in der Energieversorgung geht. Will Deutschland als weltwirtschaftlich verflochtenes und von Energieimporten stark abhängiges Land hier den Anschluss nicht verlieren, muss es diese Entwicklungen berücksichtigen.

Nicht nur Deutschland befindet sich mit der Energiewende im Umbruch, auch die internationalen Energiemärkte sind – wenn auch aus anderen Gründen – im Wandel. Insbesondere die Erschließung unkonventioneller Ressourcen wie Schiefergas und Ölsande, aber auch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien sorgen für Verschiebungen im Gleichgewicht der weltweiten Energiemärkte. „et“ sprach mit Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Karl Rose, World Energy Council, London, über die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen, die Substitution konventioneller durch regenerative Energien sowie über die Auswirkungen dieser Veränderungen auf Infrastrukturen und den Klimaschutz.

Wird Erdgas knapp?

Die Industrialisierung außerhalb der OECD, vor allem in Asien, in China und Indien, bewirkt ein gewaltiges Wirtschaftswachstum und benötigt immer mehr Energie. Häufig wird gefragt: Wann sind die Öl- und Gasvorräte verbraucht? Um ein sachgerechtes Bild der Gasverfügbarkeit zu entwickeln, muss zunächst zwischen Gasressourcen und -reserven unterschieden werden.

Markus Blesl, Steffen Wissel und Ulrich Fahl

Allenthalben wird von einem „Energiemix der Zukunft“ geredet. Diversifizierter als bisher soll er sein, möglichst erneuerbar und doch eigentlich immer verfügbar. Doch auch dieser Energiemix braucht Kraftwerke, die ihn bereitstellen. Angesichts der Höhe der Investition für neue Kraftwerkstechnologien stellt sich die Frage, wann und wo in welche Kraftwerkstypen investiert werden soll und mit welchen diese zukünftig im Wettbewerb stehen. Der Schwerpunkt der folgenden Betrachtung liegt auf dem Jahr 2030 und auf Europa.

Der Netzentwicklungsplan Strom – Bedeutung für die zukünftige Energielandschaft

Mit dem Netzentwicklungsplan (NEP) Strom ist ein neues Zeitalter stromwirtschaftlicher Planung in Deutschland angebrochen. Er dient in erster Linie dazu, den Ausbau der Stromübertragungsnetze zu definieren. Bei dem Prozess steht die Bundesnetzagentur als oberste Planungsbehörde für die Energienetze in einer hohen politischen Verantwortung. „et“ sprach mit deren Präsidenten Jochen Homann über dieses neue Instrument.

Martin Skiba und Britta Reimers

Der Offshore-Markt befindet sich in Europa gerade in einer kritischen Phase. Während in Deutschland die Situation der Investoren bezüglich des Netzanschlusses und -ausbaus unsicher ist, wendet sich Großbritannien von seinem bisherigen Fördersystem ab, und löst so ebenfalls Unsicherheit aus. Ein erfolgreicher Ausbau kann nur dann erreicht werden, wenn die spezifischen Stromgestehungskosten gesenkt werden können. Neben einem Vergleich zwischen den Kosten der Windenergienutzung Offshore und Onshore werden daher auch Möglichkeiten zur Kostenreduktion aufgezeigt.

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