Montag, 27. März 2017
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-   ZUKUNFTSFRAGEN

Gerrit Manssen

Die Finanzierung der sog. Energiewende erfolgt im Wesentlichen über die EEG-Umlage. Sie wird seit dem 1.1.2010 bundeseinheitlich für das jeweilige Jahr von den Netzbetreibern festgelegt, pro kWh Stromverbrauch von den Stromversorgern erhoben und an die Stromkunden weitergegeben. Dies entspricht in der rechtlichen Gestaltung in wesentlichen Punkten dem vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig verworfenen früheren Kohlepfennig. Es müssen deshalb Überlegungen angestellt werden, wie das derzeit verfassungswidrige System der EEG-Umlage durch ein verfassungsmäßiges System zur Finanzierung erneuerbarer Energien ersetzt werden kann.

Albert Moser, Christian Linnemann und Christian Kraemer

Der Ausbau der erneuerbaren Energien (EE) wie auch der Ausstieg aus der Kernenergie erfordern einen Netzausbau im Übertragungsnetz, den die dena-Netzstudie II bereits im Jahr 2010 mit ca. 3 600 km an neuen Trassen für einen EE-Anteil an der Stromerzeugung von 39 % quantifiziert hatte. Gleichzeitig verlangsamen oder verhindern Vorbehalte in der Bevölkerung den Netzausbau. Im Zuge der Energiewende gilt es also, den Netzausbau im Übertragungsnetz zu beschleunigen, um die ehrgeizigen Ziele der Energiewende ohne Gefährdung der Netzstabilität und Systemsicherheit zu erreichen.

Green Economy: Orientierung oder Missweisung?

In der Schifffahrt und Luftfahrt muss die aus der Differenz von geografischem und magnetischem Nordpol resultierende Missweisung des Kompasses berücksichtigt werden. Ähnlich scheint es sich mit dem Begriff „Grüne Wirtschaft“ oder neudeutsch „Green Economy“ zu verhalten. Wie kann man verhindern, dass durch derartige Begrifflichkeiten eher Verwirrung gestiftet statt mehr Orientierung geschaffen wird? „et“ versuchte im Gespräch mit Holger Lösch, Mitglied in der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), mehr Klarheit zu schaffen.

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