Freitag, 23. Juni 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Joachim Weimann

Bei der Energiewende geht es um nicht mehr und nicht weniger als um den Versuch, die Energieversorgung eines wichtigen Industrielandes weitestgehend auf den Einsatz erneuerbarer Energien umzustellen, ohne dass dabei die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes Schaden nehmen. Kann das gelingen? Welche Risiken sind damit verbunden und welchen Vorteil könnte Deutschland und die Welt davon haben? Die öffentliche Diskussion um diese Fragen hat gerade erst begonnen und man ist offensichtlich noch nicht so weit, ein wichtiges Thema zu diskutieren, das große politische Brisanz besitzt: Was sind die Alternativen zur Energiewende – gewissermaßen der Plan B – und schneiden diese wirklich schlechter ab als der Plan A?

Der Wirtschaft Europas bekommt immer mehr und immer stärkere internationale Konkurrenz. Ein starker Standort braucht eine robuste Industrie und die wiederum sichere und bezahlbare Energie. Energiewendepolitik sollte das nicht aus den Augen verlieren. Über Risiken, Chancen der und Alternativen zur aktuellen Energie- und Klimapolitik sprach „et“ mit dem Europaparlamentarier Herbert Reul, von 2006 bis 2009 energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Gruppe und zwischen 2009 bis 2012 Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie im EP. Seit dem 17. Januar 2012 ist Reul Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

Integration erneuerbarer Energien in den deutsch-europäischen Strommarkt

Stephan Kohler und Annegret-Cl. Agricola

Der Ausbau und die Integration der regenerativen Stromerzeugung stellen vollkommen neue Anforderungen an das Energiesystem und verändern den konventionellen Kraftwerkspark, den Stromhandel, aber auch den Transport, die Verteilung und die Nutzung von Elektrizität maßgeblich. Die Studie „Integration der erneuerbaren Energien in den deutschen/europäischen Strommarkt“, die die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen erstellt hat, untersucht den eingeleiteten Transformationsprozess des (deutschen) Stromsystems.

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