Montag, 27. März 2017
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-   ZUKUNFTSFRAGEN

Franz-Josef Radermacher

Ohne die Erschließung eines Zeitgewinns ist das 2°C-Ziel der internationalen Klimapolitik in konsensfähiger Weise wohl nicht mehr erreichbar, und zwar insbesondere wegen der prioritären Wachstums- und Wohlstandsziele der Staaten wie auch der Menschen. Im Kern geht es nun zum einen darum, die Lücke zwischen einem Klimavertrag vom Kopenhagen/Cancún-Typ und dem striktesten, aber noch wachstumsverträglichen Cap für globale CO2-Emissionen („Verhandlungslücke“) zu schließen; zum anderen jene zwischen dem striktesten, aber noch wachstumsverträglichen Cap und dem Cap, das erforderlich ist, um das 2°C-Ziel noch zu erreichen („Sequestrierungslücke“). Ein Vorschlag für ein neues Klimaregime nimmt genau dies in Angriff und setzt dabei vor allem auf Waldschutz, Wiederaufforstung sowie Landwirtschaft und Humusbildung. Der Vorschlag eröffnet interessierten Organisationen, Unternehmen und Individuen Klimaneutralität und schafft damit in diesem Kontext einen wichtigen Hebel für den Kampf gegen den Klimawandel.

Im politischen Europa wird die Frage intensiv diskutiert, ob die zurzeit niedrigen CO2-Preise ein falsches umweltpolitisches Signal senden. behauptet wird, dass diese keinen Anreiz gäben, in CO2-sparende Technologien zu investieren. Eine häufig vertretene Ansicht ist, dass nur ein hoher CO2-Preis die gewünschte Lenkungswirkung entfalten könne. Diese Debatte geht jedoch an der Funktionsweise des Emissionshandels vorbei.

Die Speicherung überschüssigen EE-Stroms durch synthetisches Methan

Vladimir von Schnurbein

Deutschland plant, seine Stromversorgung in den kommenden Jahren zu immer größeren Teilen auf erneuerbare Energien (EE) zu stützen, vorwiegend werden Windenergie und Photovoltaik zum Zug kommen. Da die EE-Stromproduktion aber wetterabhängig und folglich nicht zu steuern ist, wird das Funktionieren eines regenerativ geprägten Stromsystems an der Frage entschieden, wie Überschuss- und Defizitphasen überbrückt werden können. Das geht nur durch großvolumige, saisonale Speicher. Die Speicherung überschüssigen EE-Stroms durch synthetisches Methan (Synthetic Natural Gas, SNG) bietet hierfür einen Lösungsansatz: Der EE-Strom soll nach Umwandlung in SNG im Erdgasnetz gespeichert, bei Bedarf in Gaskraftwerken verstromt und in das Stromnetz eingespeist werden. Was theoretisch wie eine ideale Problemlösung klingt, soll im Folgenden auf seine Praxistauglichkeit hin analysiert werden.

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