Mittwoch, 13. Dezember 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Joachim Weimann

Bei der Energiewende geht es um nicht mehr und nicht weniger als um den Versuch, die Energieversorgung eines wichtigen Industrielandes weitestgehend auf den Einsatz erneuerbarer Energien umzustellen, ohne dass dabei die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes Schaden nehmen. Kann das gelingen? Welche Risiken sind damit verbunden und welchen Vorteil könnte Deutschland und die Welt davon haben? Die öffentliche Diskussion um diese Fragen hat gerade erst begonnen und man ist offensichtlich noch nicht so weit, ein wichtiges Thema zu diskutieren, das große politische Brisanz besitzt: Was sind die Alternativen zur Energiewende – gewissermaßen der Plan B – und schneiden diese wirklich schlechter ab als der Plan A?

Der Wirtschaft Europas bekommt immer mehr und immer stärkere internationale Konkurrenz. Ein starker Standort braucht eine robuste Industrie und die wiederum sichere und bezahlbare Energie. Energiewendepolitik sollte das nicht aus den Augen verlieren. Über Risiken, Chancen der und Alternativen zur aktuellen Energie- und Klimapolitik sprach „et“ mit dem Europaparlamentarier Herbert Reul, von 2006 bis 2009 energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Gruppe und zwischen 2009 bis 2012 Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie im EP. Seit dem 17. Januar 2012 ist Reul Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

Integration erneuerbarer Energien in den deutsch-europäischen Strommarkt

Stephan Kohler und Annegret-Cl. Agricola

Der Ausbau und die Integration der regenerativen Stromerzeugung stellen vollkommen neue Anforderungen an das Energiesystem und verändern den konventionellen Kraftwerkspark, den Stromhandel, aber auch den Transport, die Verteilung und die Nutzung von Elektrizität maßgeblich. Die Studie „Integration der erneuerbaren Energien in den deutschen/europäischen Strommarkt“, die die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen erstellt hat, untersucht den eingeleiteten Transformationsprozess des (deutschen) Stromsystems.

Robert Pitz-Paal

Nach der unrühmlichen Insolvenz der Solar Millennium AG ist es in Deutschland ruhig um solarthermische Kraftwerke geworden. Doch international kommt wieder Bewegung in den Markt. Denn viele Länder haben inzwischen verstanden, dass sich eine sichere Energieversorgung langfristig nicht allein auf Wind und Photovoltaik aufbauen lässt. Auch für die deutsche Energiewende könnte diese Technologie doch noch ein wichtiger Baustein in der Energieversorgung werden.

Bioenergie – eine nachhaltige Option für Deutschland?

Bernhard Schink

Biogas, Biodiesel und Bioethanol haben in den letzten Jahren einen großen Boom erlebt. Ein kritischer Blick auf die Klimabilanz, die Flächeneffizienz und die Auswirkungen auf die Ökosysteme zeigt jedoch, dass eine Neubewertung der Bioenergie und ihrer Förderung notwendig ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in ihrer Stellungnahme „Bioenergie: Möglichkeiten und Grenzen“.

Die Kosten für Energieimporte in die EU27 werden sich ausgehend vom Jahr 2002 in diesem Jahr mehr als verdreifachen, so das Ergebnis einer aktuellen Abschätzung der Statistik der Kohlenwirtschaft. Voraussichtlich mehr als 4 % des Bruttoinlandsprodukts sind dann für Energieimporte aufzuwenden. Das ist ein beachtlicher Entzug an Kaufkraft und kann den Unterschied zwischen Wachstum und Rezession bedeuten. Der größte Anteil der EU-Energierechnung entfällt auf Mineralöl, das weit überwiegend importiert werden muss. Vergleichsweise gering ist der Anteil für die Kohlenimporte, der Aufwand im Bereich Erdgas hingegen ist deutlich gestiegen. Was kann man aus diesen Zahlen für die Energiedebatte schlussfolgern?

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