Samstag, 29. April 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

George Milojcic

Ohne Not, sondern getrieben durch politische Ambitionen und die spezifischen Interessen bestimmter Akteure und Industriezweige wird das bestehende EU-Regelwerk zur Energie- und Umweltpolitik im Rahmen der derzeit diskutierten Verknappung von Emissionshandelszertifikaten in Frage gestellt. Es ist eine Grundsatzdebatte in der EU absehbar, die auf den Gebieten Energie und Umwelt zu einer Desintegration führt, wenn nicht jetzt im Bereich des Europäischen Emissionshandelssystems (EU-ETS) klug und zurückhaltend gehandelt wird. Das in der Verstromung essenziell auf Kohle angewiesene Land Polen wird in der Klimadebatte zunehmend als Bremser kritisiert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten reiste der Autor häufig durch Mittelosteuropa und konnte Einblicke in die Denkweise dieser Länder gewinnen. Daraus resultiert unter anderem die Erkenntnis, dass gerade die Deutschen genau hinhören sollten, denn Maßgebliches wird in den Zwischentönen erkennbar. Zudem ist es ratsam, die Bedenken unserer EU-Partnerländer auch von deren Standpunkt aus einzuschätzen.

Die beschleunigte Energiewende als generationenübergreifendes Gemeinschaftsprojekt von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellt die Energieunternehmen vor große und spezielle Herausforderungen. Es geht vor allem um die Umsetzung von skalierbaren konkreten Projekten, die das Ziel, eine vorwiegend auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung, Baustein für Baustein näher rücken lassen. Wie sieht – in der derzeit vielleicht tiefgreifendsten Umbruchsituation der Energiebranche – ein in Deutschland verwurzelter Weltkonzern die Energiewende, welche Strategien leitet er für sich ab und: was ist die übergreifende Klammer dabei? Darüber sprach „et“ mit RWE AG-Chef Peter Terium.

Stromerzeugung und -verbrauch in Deutschland – aktuell

Eine neue Website (www.agora-energiewende.de) informiert zeitnah (mit lediglich 3,5 Stunden Zeitverzug) über aktuelle Stromerzeugungs- und Verbrauchsdaten sowie den Stromaustausch mit den Nachbarländern. Die Darstellung basiert auf Informationen, die von der Transparenzplattform der EEX (www.transparency.eex.com) sowie vom Verband der europäischen Netzbetreiber ENTSO-E (https://www.entsoe.eu/daten) veröffentlicht werden. Dabei überzeugt insbesondere die grafische Darstellung dieses Informationsangebotes.

Hans-Georg Buttermann und Tina Baten

Die Stromerzeugung aus Braunkohle steht vor grundlegenden Veränderungen ihrer Rahmenbedingungen. Das Energiekonzept formuliert als wichtigste Handlungsfelder neben der Einsparung fossiler Energierohstoffe (bzw. der damit verbundenen Reduktion von Treibhausgasen) und der spürbaren Erhöhung der Energieeffizienz den kosteneffizienten Ausbau erneuerbarer Energien. Gemessen am Bruttostromverbrauch strebt die Bundesregierung bis 2050 eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 80 % an. Gleichzeitig hat Deutschland den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis Ende 2022 beschlossen. In diesem Spannungsfeld wird die Rolle der Kohleverstromung, vor allem aber der Bau neuer Braunkohlekraftwerke, kontrovers diskutiert. Eine genaue Analyse zeigt, dass neu zu errichtende Braunkohlekraftwerke auch unter den Vorgaben der Energiewende wirtschaftlich betrieben werden können.

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Inhalt der Ausgabe 4/2017
Schwerpunkt: Zukunftsfragen
Energieeffizienz: Zukunftsfähigkeit von Heizsystemen
Zukunftsfragen: Energiewende und Klimaschutz; Zahlungsbereitschaft für grünen Strom
Energiespeicher: Wo ist der „Market Pull“ für Batteriespeicher?
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