Montag, 27. März 2017
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-   ZUKUNFTSFRAGEN

George Milojcic

Ohne Not, sondern getrieben durch politische Ambitionen und die spezifischen Interessen bestimmter Akteure und Industriezweige wird das bestehende EU-Regelwerk zur Energie- und Umweltpolitik im Rahmen der derzeit diskutierten Verknappung von Emissionshandelszertifikaten in Frage gestellt. Es ist eine Grundsatzdebatte in der EU absehbar, die auf den Gebieten Energie und Umwelt zu einer Desintegration führt, wenn nicht jetzt im Bereich des Europäischen Emissionshandelssystems (EU-ETS) klug und zurückhaltend gehandelt wird. Das in der Verstromung essenziell auf Kohle angewiesene Land Polen wird in der Klimadebatte zunehmend als Bremser kritisiert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten reiste der Autor häufig durch Mittelosteuropa und konnte Einblicke in die Denkweise dieser Länder gewinnen. Daraus resultiert unter anderem die Erkenntnis, dass gerade die Deutschen genau hinhören sollten, denn Maßgebliches wird in den Zwischentönen erkennbar. Zudem ist es ratsam, die Bedenken unserer EU-Partnerländer auch von deren Standpunkt aus einzuschätzen.

Die beschleunigte Energiewende als generationenübergreifendes Gemeinschaftsprojekt von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellt die Energieunternehmen vor große und spezielle Herausforderungen. Es geht vor allem um die Umsetzung von skalierbaren konkreten Projekten, die das Ziel, eine vorwiegend auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung, Baustein für Baustein näher rücken lassen. Wie sieht – in der derzeit vielleicht tiefgreifendsten Umbruchsituation der Energiebranche – ein in Deutschland verwurzelter Weltkonzern die Energiewende, welche Strategien leitet er für sich ab und: was ist die übergreifende Klammer dabei? Darüber sprach „et“ mit RWE AG-Chef Peter Terium.

Stromerzeugung und -verbrauch in Deutschland – aktuell

Eine neue Website (www.agora-energiewende.de) informiert zeitnah (mit lediglich 3,5 Stunden Zeitverzug) über aktuelle Stromerzeugungs- und Verbrauchsdaten sowie den Stromaustausch mit den Nachbarländern. Die Darstellung basiert auf Informationen, die von der Transparenzplattform der EEX (www.transparency.eex.com) sowie vom Verband der europäischen Netzbetreiber ENTSO-E (https://www.entsoe.eu/daten) veröffentlicht werden. Dabei überzeugt insbesondere die grafische Darstellung dieses Informationsangebotes.

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