Freitag, 23. Juni 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Hans-Dieter Karl

Die Einführung wettbewerblicher Strukturen in der leitungsgebundenen Energieversorgung Deutschlands hatte spürbare Effizienzgewinne zur Folge. Durch die Energiewende mit der massiven Förderung der erneuerbaren Energien kam es aber vor allem im Bereich der Stromerzeugung zu einer Beschneidung des Wettbewerbs und damit zu erneuten Ineffizienzen. Aber auch unter den veränderten Bedingungen der beschlossenen Energiewende mit einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien sollte eine möglichst wettbewerbliche Organisation des Sektors angestrebt werden, um eine wirtschaftliche Stromerzeugung zu erreichen.

Petr Svoboda

Die Stromwirtschaft befindet sich im Umbruch: Seit einiger Zeit häufen sich die Nachrichten über unrentable konventionelle Kraftwerke. Dies betrifft nicht nur alte und ineffiziente, sondern auch hochmoderne GuD (Gas- und Dampfturbinen)-Kraftwerke. Angesichts dessen wenden sich viele Investoren bevorzugt der Windkraft zu. Aber auch diese wird sich künftig möglicherweise durch eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu einem weniger „sicheren Hafen“ für Investitionen entwickeln. Umso wichtiger ist eine genaue Analyse der Kosten, insbesondere der Wartungskosten der Windenergie an Land und mehr noch auf See. Denn eines ist klar: Die angepeilten Zubauraten können nur erreicht werden, wenn die Wirtschaftlichkeit der Projekte gegeben ist.

„Bei Energiespeichern mehr ins Denken statt in Hardware investieren“

Die Energiespeicherung spielt im Konzert verschiedener Flexibilitätsoptionen für den Umbau der Stromversorgung zu einer mehrheitlich erneuerbaren Basis mittel- bis langfristig eine bedeutsame Rolle. Hierzu liegen mehrere Optionen auf dem Tisch, die Umsetzung erscheint jedoch aus Gründen mangelnder technischer Reife, exorbitanter Kosten bis hin zu fehlender politischer und Bürgerakzeptanz außerordentlich schwierig. „et“ machte sich im Gespräch mit mit Prof. Dr. Olav Hohmeyer von der Universität Flensburg und Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung auf die Suche nach dem optimalen Speichermix der Zukunft.

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