Mittwoch, 13. Dezember 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Hans-Dieter Karl

Die Einführung wettbewerblicher Strukturen in der leitungsgebundenen Energieversorgung Deutschlands hatte spürbare Effizienzgewinne zur Folge. Durch die Energiewende mit der massiven Förderung der erneuerbaren Energien kam es aber vor allem im Bereich der Stromerzeugung zu einer Beschneidung des Wettbewerbs und damit zu erneuten Ineffizienzen. Aber auch unter den veränderten Bedingungen der beschlossenen Energiewende mit einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien sollte eine möglichst wettbewerbliche Organisation des Sektors angestrebt werden, um eine wirtschaftliche Stromerzeugung zu erreichen.

Petr Svoboda

Die Stromwirtschaft befindet sich im Umbruch: Seit einiger Zeit häufen sich die Nachrichten über unrentable konventionelle Kraftwerke. Dies betrifft nicht nur alte und ineffiziente, sondern auch hochmoderne GuD (Gas- und Dampfturbinen)-Kraftwerke. Angesichts dessen wenden sich viele Investoren bevorzugt der Windkraft zu. Aber auch diese wird sich künftig möglicherweise durch eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu einem weniger „sicheren Hafen“ für Investitionen entwickeln. Umso wichtiger ist eine genaue Analyse der Kosten, insbesondere der Wartungskosten der Windenergie an Land und mehr noch auf See. Denn eines ist klar: Die angepeilten Zubauraten können nur erreicht werden, wenn die Wirtschaftlichkeit der Projekte gegeben ist.

„Bei Energiespeichern mehr ins Denken statt in Hardware investieren“

Die Energiespeicherung spielt im Konzert verschiedener Flexibilitätsoptionen für den Umbau der Stromversorgung zu einer mehrheitlich erneuerbaren Basis mittel- bis langfristig eine bedeutsame Rolle. Hierzu liegen mehrere Optionen auf dem Tisch, die Umsetzung erscheint jedoch aus Gründen mangelnder technischer Reife, exorbitanter Kosten bis hin zu fehlender politischer und Bürgerakzeptanz außerordentlich schwierig. „et“ machte sich im Gespräch mit mit Prof. Dr. Olav Hohmeyer von der Universität Flensburg und Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung auf die Suche nach dem optimalen Speichermix der Zukunft.

Hubertus Bardt

Der Plan einer Umgestaltung der Erzeugungsstrukturen im Zuge der Energiewende ist eine Herausforderung für alle bisher zu großen Anteilen genutzten etablierten Energieträger. Da die Kernkraft als bisher wesentlicher Grundlastproduzent von Strom gänzlich aus dem Markt verbannt wird, ergeben sich damit für die Erzeugung von Strom aus Braunkohle in den kommenden Jahren neue Marktchancen. Längerfristig schrumpfen jedoch die Marktpotenziale für Strom aus fossilen Quellen in Deutschland, da der marktgesteuerte Anteil durch die finanzielle Förderung und bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen kleiner wird. In diesem zurückgehenden Segment konkurriert die Braunkohle mit Steinkohle, Erdgas und Stromimporten. Damit die Braunkohle in diesem Umfeld bestehen kann, wird die Möglichkeit, schnell und günstig Backup-Angebote für die schwankenden erneuerbaren Energien zur Verfügung zu stellen, von besonderer Bedeutung sein.

Zwei Jahre nach Fukushima – Strukturwandel des deutschen Stromsektors

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 war Auslöser für den Beschluss, die Kernenergienutzung in Deutschland bis zum Jahr 2022 stufenweise zu beenden. Der entfallende Beitrag der Kernenergie zur Elektrizitätsversorgung soll vorrangig durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Zwei Jahre danach sind es im Wesentlichen drei Entwicklungen, die den Strukturwandel der Stromversorgung in Deutschland kennzeichnen: der Abbau der Kernkraftwerkskapazitäten, der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Anstieg der Öl- und Gaspreise.

Special zum Thema Zukunftsfragen 5/2013

Das 15seitige Special zum Thema Zukunftsfragen ist als PDF kostenlos hier downloadbar!

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