Mittwoch, 23. August 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Knut Kübler

Im Vorfeld der Bundestagswahl am 22.9.2013 haben die Parteien ihre Vorschläge zur künftigen Energiepolitik vorgelegt. Sie dienen der Profilbildung und unterscheiden sich naturgemäß. Jenseits dieser unterschiedlichen Vorstellungen gibt es einige generelle Entwicklungslinien, die für jede Bundesregierung von Bedeutung sein werden. Dabei geht es um mehr Flexibilität beim Übergang zu dem langfristig angestrebten Energiesystem, eine wirksame Begrenzung des Anstiegs der Energiekosten, eine verstärkte und besser integrierte Forschungs-, Technologie- und Industriepolitik sowie neue Ansätze auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit.

Frank-Detlef Drake, Christoph Gatzen, Erik Hauptmeier, Friedrich Schulte und Michael Zähringer

Die Energiewende zur nachhaltigen Stromversorgung mit erneuerbaren Energien (EE) beinhaltet große technische und ökonomische Herausforderungen an Marktakteure und den Gesetzgeber. Insbesondere der rasante Ausbau von zeitlich schwankender Windstrom- und Photovoltaikerzeugung stellt hohe Flexibilitätsanforderungen an das gesamte Stromsystem, denn er erfordert hohe Investitionen in Infrastrukturen zum Erhalt der Systemstabilität. Daher gewinnt die Frage an Bedeutung, welche Rolle zentrale Großspeicher bzw. kleine, dezentrale Speicher („Zuhause-Speicher“) im Rahmen der Energiewende spielen werden. Wirtschaftlichkeitsanalysen zeigen, dass ihre Bedeutung mittelfristig relativ eingeschränkt bleibt. Der Regulierungsrahmen kann jedoch ein „Game Changer“ sein – insbesondere für dezentrale Speicher auf Verteilnetzebene.

Widersprüchliche Zielsetzungen der Energiewende

Europa steht nicht nur aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise unter Druck. Der Schiefergasboom in den USA und erstarkende Schwellenländer erfordern Standortfaktoren, die international bestehen können. Dazu zählt ein umweltschonendes, sicheres und vor allem auch bezahlbares Energiesystem. „et“ sprach mit dem liberalen Europaabgeordneten Holger Krahmer, Mitglied des Ausschusses für Umwelt, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie im EU-Parlament, über die aktuellen Herausforderungen der europäischen Energie- und Klimapolitik.

Deutschland ist auf dem Weg, für die Stromversorgung zwei parallele Systeme zu installieren, um eine Stromnachfrage (Last) abzudecken, die typischerweise zwischen rund 50 und 80 Gigawatt (GW) schwankt. Neben dem konventionellen System entsteht ein erneuerbares. Dabei genießen insbesondere die sehr volatil einspeisenden Photovoltaik- und Windenergieanlagen Vorrang. Immer wenn sie Strom erzeugen, muss dieser vom Netz aufgenommen werden. Arbeit im konventionellen System wird verdrängt. Die Leistung der konventionellen Kapazitäten bleibt allerdings unverzichtbar, denn Wind und Sonne sind unstete Gesellen, die oft für Stunden, Tage und sogar Wochen kaum verfügbar sind.

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