Samstag, 29. April 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Anna Bode, Jochen Hauff, Dietrich Neumann und Florian Haslauer

Das Thema „Energiewende“ wird nahezu täglich in der deutschen Presse diskutiert. Meist wird der Begriff allerdings nur auf den Ausstieg aus der Kernenergie und den Ausbau von erneuerbaren Energien bezogen. Energiewende bedeutet aber viel mehr als das. Sie stellt eine grundlegende Veränderung in der Struktur des Energiesektors hinsichtlich Angebot und Nachfrage dar und hat daher bedeutende wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen. Es lohnt sich, über den deutschen Tellerrand hinauszublicken und ausgewählte, internationale Energiewenden vergleichend zu betrachten, um darauf basierend Rückschlüsse für die deutsche Debatte zu ziehen. Der Vergleich konzentriert sich auf die Länder Brasilien, China, Saudi-Arabien, Südafrika und die USA.

Michael Schlesinger, Dietmar Lindenberger und Christian Lutz

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat drei bekannte Institute damit beauftragt, eine Energiereferenzprognose sowie ein Zielszenario, das bis zum Jahr 2050 reicht, zu erstellen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen erheblichen politischen Handlungsbedarf, wenn die Ziele des Energiekonzepts erreicht werden sollen. Angesichts der ausdifferenzierten Interessenlagen der verschiedenen Akteure und der vielschichtigen Anforderungen an die Politik in den unterschiedlichsten Lebensbereichen ist es nicht wahrscheinlich, dass die im Energiekonzept der Bundesregierung festgelegten Ziele erreicht werden können.

Die strategische Lücke im Klimaschutz: Warum CCS neu diskutiert werden muss

Heinz Bergmann und Diana Voll

Mit dem Energiekonzept von 2010 hat die Bundesregierung die Klimaschutzziele für Deutschland klar definiert. Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 40 %, bis 2050 um mindestens 80 % im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden. Dass das Erreichen dieser Vorgaben jedoch immer unwahrscheinlicher wird, zeigen aktuelle Prognosen. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz ist es lohnenswert, die Anwendung von Technologien zur Minderung von CO2-Emissionen wieder auf die politische Agenda zu setzen.

Michael Nippa

Nachdem die Schlacht um den Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Atomenergie in Deutschland geschlagen ist, wird die breite Öffentlichkeit nun auf die scheinbare Notwendigkeit einer sofortigen Abwendung von der energetischen Nutzung der heimischen Braunkohle eingeschworen. Es wird der Eindruck erweckt, die deutsche Bevölkerung würde diesen weiteren Ausstieg mehrheitlich bedingungslos unterstützen. Die Ergebnisse einer repräsentativen, wissenschaftlichen Studie zeichnen ein differenzierteres Bild. Fakten und weniger Fiktionen sollten den Diskussionen und Entscheidungen zugrunde liegen, um eine nachhaltige Energiewende zu schaffen, die sozial, ökologisch und ökonomisch ausgewogen ist.

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Inhalt der Ausgabe 4/2017
Schwerpunkt: Zukunftsfragen
Energieeffizienz: Zukunftsfähigkeit von Heizsystemen
Zukunftsfragen: Energiewende und Klimaschutz; Zahlungsbereitschaft für grünen Strom
Energiespeicher: Wo ist der „Market Pull“ für Batteriespeicher?
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