Montag, 22. Mai 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Moritz Bonn, Nadine Heitmann, Götz Reichert und Jan S. Voßwinkel

Die Diskussion um das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kann nicht ohne Beachtung seiner europarechtlichen Rahmenbedingungen geführt werden: Im November 2013 präsentierte EU-Energiekommissar Günther Oettinger Leitlinien für staatliche Eingriffe in den Stromsektor, die Prinzipien für die Förderung erneuerbarer Energien (EE) durch die EU-Mitgliedstaaten formulieren. Zudem bereitet EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia derzeit Leitlinien für staatliche Beihilfen im Umwelt- und Energiesektor vor, die auch detaillierte Vorgaben für die staatliche Förderung erneuerbarer Energien enthalten sollen. Vor diesem Hintergrund wird die dabei zugrundeliegende energiepolitische Konzeption der Europäischen Kommission deutlich, die für die Reform des EEG in Deutschland relevant sein wird.

Kirsten Westphal

Bereits 2010 wies die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem World Energy Outlook auf das beispiellose Maß an Ungewissheiten hin, das die internationalen Energiemärkte prägt. In der Tat wandeln sich diese rasant, was Unternehmen und Politik vor große Aufgaben stellt. Auf dem europäischen Gasmarkt ist es der Zusammenhang zwischen den sich in den pazifischen Raum verschiebenden LNG-Handelsströmen, sinkender Eigenproduktion und der Transformation im Binnenmarkt, der neue Herausforderungen im Bereich der Energie- und Versorgungssicherheit zur Folge hat.

„Das Problem der Klimawissenschaft ist diese elende Politisierung“

Während der neueste Bericht des Weltklimarates (IPCC) den menschengemachten Klimawandel bestätigt, müssen Phänomene wie der verlangsamte Temperaturanstieg der letzten 15 Jahre erst noch erforscht werden. Hier wie bei Extremwetterereignissen sind manche Institute schnell mit Erklärungen bei der Hand, ebenso mit fachfremden energiepolitischen Forderungen. Eine vorsichtige Annäherung an aktuelle Klimafragen versuchte „et“ im Interview mit einem hierbei wesentlich zurückhaltenderen Wissenschaftler, für den vieles noch offen und nicht gleich jeder Orkan in Deutschland oder Taifun in Übersee ein direktes Ergebnis des Klimawandels ist.

Die Vorstellung von Millionen von Klimatoten oder -flüchtlingen, von Hungersnöten und anderen Miseren geht meist von der stillschweigenden Annahme aus, dass Gesellschaften so bleiben, wie sie sind. Dies steht in krassem Gegensatz zu dem, was wir über die Zukunft der Gesellschaften auf der Welt wissen: Diese verändern sich in einem atemberaubenden Tempo, genauso wie die Technologie sich laufend entwickelt und die gesellschaftlichen Werte sich in permanentem Umbruch befinden.

Seite 1 von 2
12

Suche

Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 5/2017
Schwerpunkt: Intelligente Messsysteme
Erneuerbare: Internationale Erfahrungen mit Ausschreibungen
Smart Meter: Auf dem Weg zum Smart Grid; von der Pflicht zur Kür
Blockchain: Anwendungen und mögliche Folgen in der Energiewirtschaft
mehr...
Tipps zur Navigation
Wussten Sie schon, dass Sie in jedem auf der Website vollständig veröffentlichten Artikel zum Fußnotentext springen können, indem sie auf den Fußnotenverweis [1] klicken? Von dort können sie wieder an die alte Position zurückkehren, wenn sie den Rückpfeil ↩ anwählen. Ebenso wird das entsprechende Bild im großen Format aufgerufen, wenn sie auf einen Abbildungsverweis (Abb. X) klicken.

  1. Dies ist der Text der Beispielfußnote. Klicken Sie auf den Pfeil hinter dem Text:  
 
EW Medien und Kongresse GmbH
Montebruchstraße 20 | D-45219 Essen | Telefon: +49 (02054) 9532-0 | Telefax:  +49 (02054) 9532-60

Aktuelles Heft  | Zukunftsfragen  | Topthema  | Weitere Themen  | Termine  | Heftbestellung  | Mediadaten  | Ansprechpartner

Copyright 2012 by ONexpo  |  anmelden  |  Impressum |  AGB