Samstag, 29. April 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Hubertus Bardt

Im Rahmen der aktuellen deutschen und europäischen Diskussionen um die Reform der Förderung erneuerbarer Energien wird vor allem auch die Besondere Ausgleichsregelung infrage gestellt, mit der bisher stark stromintensive Unternehmen weitgehend von der EEG-Umlage entlastet werden. Diese Entlastung wird immer wieder kritisiert und mitverantwortlich für einen Teil des Anstiegs der EEG-Umlage der letzten Jahre gemacht. Aktuell wird die bisherige Regelung in drei miteinander zusammenhängenden Kontexten diskutiert: Im Beihilfeverfahren gegen die Besondere Ausgleichsregelung, in der europäischen Diskussion über neue Beihilfeleitlinien und in Deutschland im Rahmen der anstehenden EEG-Reform.

Nach der naturkatastrophenbedingten Kernkraft-Havarie in Fukushima im März 2011 hat die deutsche Bundesregierung ihr Kernenergieausstiegsprogramm sowie den Einstieg in die erneuerbaren Energien zur Stromversorgung forciert und dabei breite Unterstützung aus der Wirtschaft und Bevölkerung erfahren. Mittlerweile ist die Anfangseuphorie verflogen, nach und nach kehrt Ernüchterung ein. Wie steht der Bürger heute dem Unterfangen „Energiewende“ gegenüber? „et“ hakte bei Prof. Dr. Renate Köcher nach, die mit dem „Allensbacher Institut“ eine der renommiertesten Adressen für die Umfrageforschung in Deutschland leitet.

Der Bedarf für Speicherung im Stromsystem der Zukunft

Holger Höfling, Henning Jachmann und Michael Capota

Speicher gelten in der politischen Diskussion als Schlüsseltechnologie für die Energiewende. In welcher Größenordnung sie tatsächlich benötigt werden, welche Auswirkungen der Speichereinsatz auf das Stromsystem hat und wie ein Konzept zur Markteinführung neuer Speichertechnologien aussehen kann, ist jedoch noch Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Einen Beitrag zu diesen Fragestellungen liefert eine aktuelle Studie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), aus der nachfolgend zentrale Ergebnisse vorgestellt werden.

Strom ist die am häufigsten angewendete Energieform der modernen Gesellschaft. Er muss daher jederzeit in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. Dabei ergibt sich ein Problem: Strom ist leitungsgebunden und nicht unmittelbar speicherfähig. Die Produktion wird so gesteuert, dass Angebot und Verbrauch jederzeit übereinstimmen. Insbesondere steigende Erzeugungskapazitäten aus Wind- und PV-Anlagen bedeuten, dass es bei starker Sonneneinstrahlung oder guten Windverhältnissen schnell zu Stromüberschüssen kommt. Es wird daher diskutiert, dass man diese Überschussmengen speichert, um sie zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.

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Inhalt der Ausgabe 4/2017
Schwerpunkt: Zukunftsfragen
Energieeffizienz: Zukunftsfähigkeit von Heizsystemen
Zukunftsfragen: Energiewende und Klimaschutz; Zahlungsbereitschaft für grünen Strom
Energiespeicher: Wo ist der „Market Pull“ für Batteriespeicher?
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