Montag, 27. März 2017
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-   ZUKUNFTSFRAGEN

Christian Bantle

Im Jahr 2013 sind im Saldo 33,8 Mrd. kWh Strom mehr ins Ausland geflossen als Deutschland aus dem Ausland bezogen hat. Das entspricht gut 5 % der deutschen Brutto-Stromerzeugung und bedeutet den höchsten Lastflussüberschuss, den Deutschland bislang erreicht hat. Im 1. Quartal 2014 erzielte Deutschland nach ersten Berechnungen bereits einen Überschuss von 13,2 Mrd. kWh, so dass keine grundlegende Änderung der Lastflusssituation zu erwarten ist. In der öffentlichen Debatte werden hohe Exportsalden oftmals undifferenziert mit überschüssigen Erzeugungskapazitäten oder nicht notwendiger Stromerzeugung aus einzelnen Energieträgern begründet. Solche monokausalen Erklärungen greifen jedoch zu kurz. Es ist notwendig, Ursachen, Wirkmechanismen und Funktion grenzüberschreitender Stromflüsse genauer zu analysieren sowie die physikalischen und marktlichen Zusammenhänge in den europäischen Rahmen einzuordnen.

Insgesamt gibt es, wie die Energiestudie 2013 der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zeigt, aus geologischer Sicht noch umfangreiche fossile Energiemengen weltweit, und es zeigen sich im Vergleich von Reserven, Ressourcen und den bereits verbrauchten Energierohstoffen für alle Regionen der Erde noch große Potenziale. Der Rohstoffreichtum wird dabei primär durch die großen Kohlevorkommen erreicht, die es auf allen Kontinenten gibt und die nicht, wie beim konventionellen Erdöl und Erdgas, auf begrenzte Regionen konzentriert sind. Wie ist die Lage bei der Verfügbarkeit von Energierohstoffen europaweit und in Deutschland? Und was ist von Optionen wie Fracking und CCS – die Abscheidung und Untergrundlagerung von CO2 – zu halten? „et“ sprach mit Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Präsident der BGR, die als technisch-wissenschaftliche Oberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft in allen geowissenschaftlichen und rohstoffwirtschaftlichen Fragen berät.

„Kampf um Deutungshoheit, Einfluss, Macht und ums Rechthaben“

Der deutsche Kernenergieausstieg als ein Oberziel der Energiewende neben dem Klimaschutz scheint tief mit dem deutschen Angst- und Risikobewusstsein verankert zu sein. Die Nachbarn runzeln darüber mitunter die Stirn, aber auch bei ihnen gibt es hysterische Ängste, die sich an anderen Themen und Institutionen hochziehen. Warum geht es, insbesondere auch im Energiebereich, bei der Risikobewertung schnell um Moral und welche Rolle spielen die Medien dabei? „et“ sprach darüber mit Dipl.-Psych. Dr. Gerald Mackenthun, der 25 Jahre lang Wissenschaftsreporter war und seit zehn Jahren als Psychotherapeut in Berlin arbeitet.

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