Freitag, 23. Juni 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Hubertus Bardt und Esther Chrischilles

Ohne Wettbewerb lassen sich technologische Lösungen konzipieren, aber für effiziente und innovative Schritte zur Erreichung der Ziele der Energiewende sind wettbewerbliche Strukturen zwingend notwendig. Die zukünftige Gestaltung des Regelrahmens für den Strommarkt muss daher wieder stärker wettbewerblichen Grundprinzipien folgen, sowohl bei der Reform des EEG – die Novelle ist nur ein erster Schritt –, als auch beim Entwurf von Regeln für ein Szenario nach der Förderung der Erneuerbaren. Aus diesem Grund sollten die Weichen dafür nicht ad hoc und aus tagespolitischem Anlass heraus gestellt werden. Vielmehr ist eine ordnungspolitische Orientierung für diese grundlegenden Entscheidungen notwendig.

Thomas Vahlenkamp, Michael Peters und Katharina Frunzetti

Eine objektive und faktenbasierte Analyse zu liefern – das ist der Anspruch des Energiewende-Indexes Deutschland 2020, den McKinsey & Company im Herbst 2012 an dieser Stelle erstmals veröffentlicht und seither regelmäßig aktualisiert hat. Die Bilanz nach den ersten zwei Jahren ist ernüchternd: Trotz des massiven Ausbaus der erneuerbaren Energien ist das Erreichen elementarer Ziele der Energiewende nicht mehr realistisch. Damit die Ernüchterung nicht in dauerhaftem Misserfolg endet, muss die Politik die Energiewende künftig besser managen. D. h., Ziele und Maßnahmen müssen häufiger hinterfragt und zeitnäher angepasst werden, damit sich weitere Fehlentwicklungen vermeiden lassen. Die Energiewende ist eine komplexe und nicht vollständig vorhersagbare Aufgabe. Ein aktives Management ist daher unerlässlich.

INTERVIEW: Wirksame Klimapolitik

Die politischen Instrumente zur Bewältigung des Klimawandels sind vielfältig, konterkarieren aber einander. Das gilt insbesondere für den Emissionshandel sowie das EEG in Deutschland, das marktwirtschaftliche Mechanismen und risikobasiertes Investitionsverhalten außer Kraft setzt. Das belastet die Strompreise und gefährdet zunehmend die Versorgungssicherheit. Wie im „et“-Interview mit dem Ökonomen Achim Wambach deutlich wird, sollte für eine wirksame Klimapolitik u. a. das EEG abgeschafft und der Emissionshandel – sektoral wie geographisch – erweitert werden. Bei der aktuellen Diskussion um die Stromversorgungssicherheit ist es ratsam, auf eine Mengen- statt Preissteuerung und damit auf einen Kapazitätsmarkt abzustellen.

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Inhalt der Ausgabe 6/2017
Schwerpunkt: Energiewende-Strategien
Akzeptanz: Bewertung der Energiewende in der Bevölkerung
Digitalisierung: Entwicklung von Vertriebs-Produkten; Künstliche Intelligenz
US-Energiepolitik: Stillstand trotz Vollgas?
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