Dienstag, 12. Dezember 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Damian Wimmer, Christoph Heinemann und Dierk Bauknecht

Steigende Anteile fluktuierender Stromerzeugung erfordern langfristig entweder mehr Flexibilität oder Maßnahmen zur Reduktion des Flexibilitätsbedarfs im Stromsystem, damit zu jedem Zeitpunkt die Last gedeckt werden kann. Vor diesem Hintergrund wurde auf Basis einer Analyse von zwei räumlichen Verteilungsszenarien für Windenergieanlagen (WEA) in Deutschland ermittelt, welchen Effekt die räumliche Verteilung auf den Flexibilitätsbedarf hat. Konkret wurden die Lastgradienten und die notwendige Kapazität zur Deckung der Last analysiert.

Yvonne Dyllong und Uwe Maaßen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) veröffentlichte im Juni 2014 das von EWI, GWS und Prognos erstellte Gutachten „Entwicklung der Energiemärkte – Energiereferenzprognose“. Dargestellt wird die wahrscheinliche energiewirtschaftliche Entwicklung bis zum Jahr 2030 (Referenzprognose) unter Berücksichtigung einer weiter verschärften Energie- und Klimaschutzpolitik sowie bestehender Hemmnisse für deren Umsetzung. Die Prognose wird ergänzt um einen Ausblick bis 2050 (Trendszenario). Doch was sagen die Ergebnisse des Gutachtens über die zukünftige Nutzung der größten einheimischen Energiequelle – Braunkohle – aus? Dem soll im Folgenden nachgegangen werden.

Sind nationale CO2-Minderungsziele von Mitgliedstaaten der EU langfristig noch sinnvoll?

Mit dem 1997 verabschiedeten und 2005 in Kraft getretenen Kyoto-Protokoll verpflichteten sich die Industrieländer erstmals zur Erfüllung bestimmter Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen, die bis 2012 erreicht werden sollten. Dabei folgte man einem Territorialprinzip, bei dem nur innerhalb der Grenzen von Einzelstaaten verursachte Emissionen berücksichtigt werden. Die Europäische Union hat allerdings entschieden, die CO2-Politik gemeinschaftlich zu gestalten. Damit ist die Frage verbunden, ob es noch sinnvoll ist, wenn einzelne Mitgliedstaaten, so z. B. Deutschland, staatenspezifische oder Bundesländer-regionale CO2-Ziele formulieren.

Special zum Thema Zukunftsfragen 12/2014

Das 15seitige Special zum Thema Zukunftsfragen ist als PDF kostenlos hier downloadbar!

Panikmache oder berechtigte Kritik? Befürchtungen und Herausforderungen im Kontext der Energiewende

Jürgen-Friedrich Hake, Wolfgang Fischer und Christoph Weckenbrock

Der Prozess der Energiewende wird immer wieder auch von kritischen Anmerkungen begleitet. Gewarnt wird etwa vor großflächigen Stromausfällen oder einer weiteren Steigerung der Strompreise, welche nicht nur sozialunverträglich sei, sondern zudem auch die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik schwäche. Vor dem Hintergrund vitaler Protestbewegungen gegen lokale Energiewende-Projekte wird zudem mancherorts in Frage gestellt, ob die energie- und klimapolitischen Ziele auf dem jetzigen Weg überhaupt zu erreichen sind.

Christian Growitsch, Stephan Nagl, Jakob Peter und Christian Tode

Prinzipiell ist der Stromaustausch zwischen Ländern auf Preisunterschiede an den jeweiligen Strombörsen zurückzuführen. Bei einer beliebigen Stromnachfrage werden die Strompreise an den einzelnen Börsen vor allem von den Brennstoffpreisen, der jeweiligen Verfügbarkeit von Kraftwerken sowie der Einspeisung von erneuerbaren Energien beeinflusst. Die relativen Strompreise wiederum wirken auf den Stromaustausch. Dass sich trotz der Abschaltung von rund 8 GW Kraftwerksleistung im Zuge des Kernenergieausstiegs im Frühjahr 2011 hohe Stromexporte einstellten, könnte überraschen. Der Stromexport kann aber auf ein weiterhin bestehendes Überangebot an Kraftwerkskapazitäten, einen im europäischen Vergleich effizienten Kraftwerkspark sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland zurückgeführt werden.

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Inhalt der Ausgabe 12/2017
Schwerpunkt: Energiewende in der Industrie
Dynamische EEG-Umlage: Alternativer Ansatz zur Finanzierung erneuerbarer Energien
Energieeffizienz: Treiber und Hemmnisse in der Industrie; Marktbasierte Instrumente
Zukunftsfragen: Stand der Energiewende und wichtige Handlungsfelder
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