Donnerstag, 29. Juni 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Florian Ausfelder und Hermann-Josef Wagner

Deutschland und die Europäische Union (EU) bekennen sich zu den Klimazielen des Kyoto-Protokolls. Sie verfolgen aber unterschiedliche Wege, diese zu erreichen: Auf Bundesebene ist das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) das Mittel der Wahl, auf europäischer Ebene setzt man auf das Europäische Emissionshandelssystem. Diese widersprechen sich und führen im Ergebnis durch diese Interferenzen nicht zu einer Einsparung von Treibhausgasen in jenen Bereichen, die vom Europäischen Emissionshandelssystem erfasst sind.

Nick Seeger, Bernd Tersteegen und Christoph Maurer

Der Bundeswirtschaftsminister hat im März mit dem sog. „Klimaschutz-Instrument“ einen Regelungsvorschlag vorgelegt, mithilfe dessen bis zum Jahr 2020 zusätzliche Treibhausgasemissionen im deutschen Kraftwerkspark eingespart werden sollen. Über das Instrument wird seither rege diskutiert. In diesem Beitrag werden die Funktionsweise des Instruments erläutert, Wirkungsmechanismen aufgezeigt und mögliche Wirkungen quantitativ anhand von Simulationsrechnungen untersucht.

Zusätzliches CO2-Minderungsziel für den Stromsektor bis zum Jahr 2020: Implikationen des Klimabeitrags

Peter Markewitz, Wilhelm Kuckshinrichs und Jürgen-Friedrich Hake

Das im Dezember 2014 beschlossene Aktionsprogramm Klimaschutz fordert als eine wesentliche Maßnahme eine zusätzliche CO2-Minderung des Stromsektors um 22 Mio. t bis zum Jahr 2020. Auf der Basis eines Regelungsvorschlags des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie laufen derzeitige Vorstellungen auf das Instrument Klimabeitrag hinaus, das anlagenscharf kohlegefeuerten Kraftwerksblöcken ab dem 20. Betriebsjahr eine CO2-Emissionsobergrenze von 7 Mio. t pro GW Kraftwerksleistung pro Jahr vorgibt und diese sukzessive über die nächsten 20 Betriebsjahre auf einen Wert von 3 Mio. t reduziert. Bei Überschreiten dieser Obergrenze ist für die überschüssige CO2-Emissionsmenge eine Pönale zu zahlen, für die derzeit eine Bandbreite von 18 bis 20 €/t CO2 diskutiert wird. Der Regelungsrahmen soll bis zum Jahr 2016/2017 implementiert werden. Das vorgeschlagene Instrument trägt somit die Merkmale eines preissteuernden umwelt- und klimaökonomischen Instruments und kann kurz gefasst als CO2-Abgabe mit Freigrenze für Kohlekraftwerke bezeichnet werden.

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