Sonntag, 19. August 2018
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Ruprecht Brandis

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. An dieses Mark Twain zugeschriebene Bonmot muss man unwillkürlich beim Blick auf die Peak Oil-Theorie denken. Seit Erdöl Mitte des 19. Jahrhunderts gefördert wird, wird es von Unkenrufen begleitet, es dürfte sehr bald mit den Ölvorräten zu Ende gehen und die Welt sei nicht darauf vorbereitet. Diese Warnung hat stets einigen Widerhall in der öffentlichen Diskussion gefunden und Kontroversen um die Zukunft der Ölversorgung ausgelöst. In der jüngeren Geschichte war es vor allem der Bericht des Club of Rome von 1972, der die Knappheit natürlicher Ressourcen beschwor. Demnach müsste die Welt schon beim Öl auf dem Trockenen sitzen. Der Club of Rome hat sich offensichtlich geirrt. Eine weitere Hochkonjunktur erlebte die Peak Oil-Theorie im letzten Jahrzehnt, wobei sie einige gute Argumente anführte. Dennoch rücken jüngste Entwicklungen weltweit auf lange Sicht das Thema „Peak Demand“ in den Mittelpunkt. Doch letztendlich wird die technologische Entwicklung den weiteren Umgang mit dem Öl bestimmen.

Detlef Ahlborn

In zahlreichen Untersuchungen, Werbeschriften und Studien wird die These vertreten, dass ein Ausbau der Windkraft insgesamt eine Glättung der Einspeisung zur Folge haben wird. Die Betrachtung realer Einspeisedaten kommt zu einem gegenteiligen Schluss. Sie zeigt, dass in den letzten Jahren die Leistungsspitzen durch den Windkraftzubau zugenommen haben und keine Sicherheit für die Grundlast gewonnen wurde. Darüber hinaus wird deutlich, dass die Ausgangsthese auch langfristig falsch ist, da bei einem weiteren Ausbau der Windkraft alle Einspeisungen zukünftig weiterhin korrelieren werden. Die Energiewende steuert damit in ein grundsätzliches Dilemma.

Arbeitsplätze und Wohlstand durch erneuerbare Energien?

Oft wird in den Medien kolportiert, die erneuerbaren Energien würden zu einem Zuwachs an Arbeitsplätzen und Wohlstand führen. Doch ist das so? Der Bericht des BMWi „Erneuerbare Energien in Zahlen“ vom August 2015 liefert einen interessanten Überblick über den immer größer werdenden Beitrag der erneuerbaren Energien zur Energie- und Stromversorgung in Deutschland. Dezidiert berichtet wird über Investitionen, Vergütungen und die volkswirtschaftliche Bedeutung. Im Folgenden wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Ausgaben für den Ausbau der erneuerbaren Energien zusätzliche Arbeitsplätze und wachsenden Wohlstand bewirken.

Special zum Thema Zukunftsfragen 12/2015

Das 9seitige Special zum Thema Zukunftsfragen ist als PDF kostenlos hier downloadbar!

Die Monitoring-Berichte der Bundesregierung zur Energiewende

Michael Maximilian Sabel, Volker Kronenberg und Jürgen-Friedrich Hake

Die bundesdeutsche Energiewende wird vom Monitoring-Prozess „Energie der Zukunft“ begleitet. Dieses noch junge Instrument der Bundesregierung weckt wissenschaftliches Interesse. Interessant ist insbesondere die Frage, wie die Monitoring-Berichte der Bundesregierung von relevanten Akteuren im Politikfeld Energie wahrgenommen werden. Stellen sie eine nüchterne Bilanz oder eine Beschönigung der Energiewende dar? Der Artikel versucht, ein Licht auf diese Frage zu werfen.

Deutschland hat sich im Rahmen der Klimaschutzbemühungen innerhalb der EU schon früh auf eine Vorreiterrolle festgelegt. Vergleicht man die europäischen und deutschen Treibhausgas (THG)-Minderungsziele für 2030 mit den Anforderungen des Emissions Trading Systems der EU (EU-ETS) unter Berücksichtigung der Vorleistungen zwischen 1990 und 2005 (early action), kommt man zu dem Ergebnis, dass die Vorgaben für die vom Emissionshandel betroffenen Sektoren weiterreichender sind als die auf alle Treibhausgase bezogenen Ziele. Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ableiten?

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Inhalt der Ausgabe 6/2018
Schwerpunkt: Erneuerbare Energien
Globale Entwicklung der CCS-Technologie
Weltweiter Ausbau erneuerbarer Energien
Risikoallokation bei Energieversorgungsunternehmen
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