Mittwoch, 13. Dezember 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN
Andreas Löschel, Georg Erdmann, Frithjof Staiß und Hans-Joachim Ziesing

AufmacherDas Energiekonzept vom September 2010 und der Kernenergieausstieg vom August 2011 stellen eine Langfriststrategie der Energiepolitik Deutschlands mit ambitionierten Zielsetzungen dar. Seit dem Jahr 2011 steht der Bundesregierung in diesem Prozess eine unabhängige Kommission aus vier Energieexperten beratend zur Seite. Sie legt jährliche Stellungnahmen zum Fortschritt der Energiewende vor, mit denen die Umsetzung des Energiekonzepts einschließlich der darin enthaltenen Ziele mit Blick auf eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung überprüft wird, um bei Bedarf nachsteuern zu können. Die Stellungnahmen werden den jährlichen Monitoring-Berichten der Bundesregierung zur Energiewende beigefügt und dem Bundestag zugeleitet. Um die anstehenden politischen Diskussionen zur effektiven und effizienten Weiterentwicklung der Energiewende zu unterstützen, möchte die Expertenkommission im vorliegenden Artikel einen aktuellen, faktenbasierten Überblick zum Stand der Umsetzung der Energiewende mit Hilfe einer Energiewende-Ampel geben.

Thilo SchäferDie Verfehlung nationaler Klimaschutzziele ist kein Politikversagen, sondern Anstoß zur Überprüfung der bestehenden Instrumente, der Ausbalancierung nationaler und europäischer Modelle sowie der Auswahl kostengünstiger Ansätze. Deutschland sollte die internationale Staatengemeinschaft nicht mit über-ambitionierten Zielen unter politischen Druck setzen, sondern mit einer smarten und effizienten Politik überzeugen, meint Dr. Thilo Schaefer vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln im Interview mit der „et“.

Was ist eigentlich aus dem ersten CO2-Minderungsziel der Bundesregierung geworden?

Knut Kübler

Aufmacher. Es ist absehbar, dass Deutschland sein Versprechen, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu vermindern, nicht einhalten kann. Dafür gibt es Gründe. Wenig beachtet wird, dass auch der „kühne Einstieg“ der Bundesregierung in den Klimaschutz vor nahezu 30 Jahren eine Rolle spielt. 1990 hatte die Politik angekündigt, die energiebedingten CO2-Emissionen in den alten Bundesländern bis 2005 gegenüber 1987 um 25 % zu vermindern. Mit einer Reduktion um rd. 4 % wurde dieses Ziel krachend verfehlt. Und selbst bis heute, knapp 11 Jahre nach Ablauf des Zieljahres, konnte nur eine Reduktion um 13 % erreicht werden. Mehr und mehr stellt sich die Frage nach dem Wert derartiger politischer Ziele.

Matthias HartungDie Braunkohle wird in der deutschen Klima- und Energiepolitik kontrovers diskutiert. „et“ sprach mit Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender DEBRIV und Vorstandsvorsitzender RWE Generation SE und RWE Power AG, über den Beitrag dieses immer noch zentralen Energieträgers im deutschen Strommix zu einer kostengünstigen und sicheren Stromversorgung unter besonderer Berücksichtigung steigender Klimaschutzanforderungen und der Integration erneuerbarer Energien.

Stromexporte sind weder grün noch grau

Deutschland führt eine zunehmend kontroverse Debatte über wachsende Stromexporte. Es wird nach Ursachen und Konsequenzen des positiven Strom-Außenhandelssaldos gefragt. Über die Frage, ob deutsche Stromexporte die Farbe Grün oder Grau haben, erhält die Diskussion jetzt auch eine klimapolitische Dimension.

Special zum Thema Zukunftsfragen 12/2017
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