Montag, 10. Dezember 2018
-   ZUKUNFTSFRAGEN


„et“-Redaktion

Der Weltklimarat hat einen Sonderbericht über die Folgen einer globalen Erwärmung um 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau veröffentlicht. Schnelles Handeln und ein weltweites Umsteuern in allen Bereichen sind erforderlich. Doch in der in Deutschland geführten Debatte gehen Berichterstattung und Rückschlüsse einmal mehr nur in eine Richtung – die nationale.


Felix Schenuit und Oliver Geden

Im Anschluss an die sog. „Kohlekommission“ dürfte die Debatte über den besten Weg einer rechtlichen Verankerung klimapolitischer Reformen an Fahrt gewinnen. In der Diskussion um ein deutsches Klimaschutzgesetz wird dabei meist der „Climate Change Act“ aus Großbritannien als Vorbild herangezogen. Der Artikel zeigt, dass die Realisierungschancen eines umfassenden und einheitlichen Klimaschutzgesetzes in Deutschland zurzeit gering sind und warum Klimapolitiker wie auch Umweltverbände ein stärkeres Augenmerk auf die EU-Ebene legen sollten.

Foto: Fotolia | Alex 

Versorgungssicherheit in Deutschland – Welchen Beitrag können die Kraftwerke im Ausland dazu leisten?

Michael Nickel

Das Datenmaterial vorliegender Untersuchungen europäischer und deutscher Übertragungsnetzbetreiber zeigt: Ein Abbau konventioneller Kraftwerkskapazitäten in den Nachbarländern dürfte es schwieriger machen, mögliche Kapazitätslücken in Deutschland zu decken. Dies wäre insbesondere bei extremen Kälteperioden der Fall, da hier meist alle Staaten in Mittel- und Westeuropa gleichzeitig betroffen sind.

Kai van de Loo


Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung“ (sog. Kohlekommission) soll einen Plan zum Ausstieg aus der Kohleverstromung entwerfen. Die klimapolitische Begründung ist jedoch fragwürdig und die energie- und die regionalökonomischen Konsequenzen scheinen nicht hinreichend klar zu sein. Im Folgenden werden Fragen zum Auftrag der Kommission erörtert, die bisher in der Öffentlichkeit erstaunlich wenig diskutiert worden sind. Daran knüpft eine nüchterne Erörterung absehbarer energie- und regionalökonomischer Folgen einer politischen Beendigung der Kohleverstromung an.
Foto: hespasoft
Energie-Abhängigkeit verharrt auf hohem Niveau

„et“-Redaktion

Erneuerbare Energien und Braunkohle sind die einzigen heimischen Energiequellen, die in Deutschland in größerem Umfang genutzt werden. Bei Mineralöl, Erdgas und Steinkohle beträgt der Importanteil derzeit mehr als 90 %. Wichtigster Energielieferant Deutschlands ist Russland.

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