Samstag, 16. Februar 2019
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Thilo Schaefer
Bild: Fotolia | luzitanija

Ein forcierter Ausstieg aus der Braunkohleverstromung in Deutschland beschleunigt den ohnehin laufenden Strukturwandel. Neu beschlossene nationale Klimaschutzziele und sektorale Emissionsminderungspfade verändern die politisch gesetzten Rahmenbedingungen für die Braunkohleförderung und -verstromung. Diese Entwicklung erhöht die Anforderungen an die Gestaltung und den zeitlichen Ablauf des Strukturwandels erheblich. Dabei steigt die Gefahr, dass es zu Strukturbrüchen kommt, enorm – mit erheblichen negativen Folgen für Bruttowertschöpfung und Arbeitsplätze.


Interview mit Marc Oliver Bettzüge


In der Klimapolitik gibt es eine klare europäische Aufteilung zwischen den Emissionen, die dem EU-Emissionshandel (ETS) unterliegen – Energiewirtschaft und Industrie – sowie dem Nicht-Emissionshandelsbereich (Non ETS) – Haushalte, Verkehr, Gewerbe. Dieser Vorgabe folgt Deutschland nicht, und setzt eher auf nationale Alleingänge wie den Kohleausstieg. Zu dieser Problematik und darüber hinaus befragte „et“ Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge, Energieökonom an der Universität zu Köln.
Optimale Bedingungen – keine Höchstleistung

„et“-Redaktion


Deutschlands Strom wird aktuell zu beinahe 62 % durch fossile und nukleare Kraftwerke bereitgestellt. Die große Transformation in Richtung Erneuerbare steht noch aus. Doch mit der bevorstehenden Vollendung des Kernenergieausstiegs und dem drohenden Kohleausstieg könnte sie schlagartig kommen. Photovoltaik – zusammen mit Windenenergieanlagen werden dann maßgeblich den Strombedarf decken müssen. Sind sie dazu bereit?

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