Montag, 21. Mai 2018
-   ZUKUNFTSFRAGEN
„et“-Redaktion

Die deutsche Energiepolitik setzt darauf, dass sich Nachbarländer innerhalb der EU in Engpasssituationen durch grenzüberschreitenden Stromaustausch gegenseitig aushelfen. Das Thema Versorgungssicherheit scheint damit gelöst. Kann sich eine neue Bundesregierung sicher wähnen, über die Stilllegung von gesicherter Leistung aus Kohlekraftwerken zu entscheiden, obwohl sich Deutschland bereits 2020 nicht mehr allein sicher mit Strom versorgen können wird. Hinzu kommt, dass es zur Entwicklung der Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa keine oder kaum koordinierte Studien und Monitoring-Aktivitäten gibt.

Michael Karasz, Andrej Pustišek und Christoph Merkel

Der Kelch einer gerichtlichen Produktions- und daraus folgend Liefereinschränkung aus dem Groningen-Erdgasfeld ist zunächst an uns vorbeigegangen; die grundsätzlichen Risiken bleiben jedoch bestehen (Foto: Andrey Popov | Fotolia)Seit Jahrzehnten wird niederkalorisches Erdgas (L-Gas) in Nordwesteuropa gefördert und verbraucht. Der Großteil dieses L-Gases wird aus dem Groningen-Feld in den Niederlanden gefördert. Dieses L-Gas sollte planmäßig im nächsten Jahrzehnt vollständig zurückgefahren werden. In Groningen werden aber seit mehreren Jahren Erdbeben registriert – so auch zuletzt Anfang Januar 2018. Es ist davon auszugehen, dass diese Beben durch die Produktion des Erdgases induziert werden. Die niederländische Regierung hat daraufhin immer weitergehende Einschränkungen der Produktion verfügt. In Deutschland werden die Planungen des Netzausbaus und der Umstellung von L-Gas auf H-Gas unter Berücksichtigung der langfristig geplanten niederländischen Produktions- und somit Lieferrückgänge durchgeführt. Maßnahmen zur Kompensation stärker als geplanter Einschränkungen der L-Gas-Produktion oder gar einen früheren „Stopp“ wurden bislang nicht ergriffen. Hierdurch ist vor allem in der regionalen und lokalen L-Gas-Versorgung in Deutschlands ein ernstzunehmendes Risiko gegeben.

Zu viel Strom – zu viel Kohle – zu viele Irrtümer
„et“-Redaktion

Klimaschutz wird auf die Diskussion über die richtige Stromerzeugung reduziert. Können die gesetzten Klimaschutzziele nur ohne den Einsatz von Kohle erreicht werden? Sind die erneuerbaren Energien so leistungsfähig wie erhofft? Eingängige Thesen bedürfen der sorgfältigen Prüfung, damit die Versorgung sicher und der Klimaschutz effizient bleibt
Interview mit Wolfgang Cieslik

Die Kohle ist für die Sicherheit und Kosteneffizienz der europäischen Stromversorgung von enormer Bedeutung. Die Frage ist, wie sie als fossiler Energieträger zu dem klimapolitischen Zielen in Europa passt. Wie im Interview der „et“ mit dem Präsidenten von EURACOAL – European Association for Coal and Lignite, Dr. Wolfgang Cieslik, deutlich wird, kann dieser Energieträger maßgeblich dazu beitragen, dass der Weg in eine nachhaltige Energiezukunft sicher und effizient erfolgen kann. Dies allerdings nur, wenn widersprüchliche und fehlerbehaftete politische Eingriffe auf EU-Ebene wie auch in den Mitgliedstaaten unterbleiben.

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